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Ziel 13: Maßnahmen zum Klimaschutz

13. Nachhaltigkeitsziel: Maßnahmen zum Klimaschutz

Nachhaltige Ansätze, Initiativen und Entwicklungen in der Film- und Medienindustrie (Green Film Producing), bei Kulturveranstaltungen (Green Events) und in Museen (Ökozertifizierung von Museen) sind Möglichkeiten, im Kunst- und Kulturbereich zum Klimaschutz beizutragen.

"Green Filming" in der Bundesfilmförderung

Kunst und Kultur können maßgeblich zum Klimaschutz beitragen. Vor allem im Bereich der Filmproduktion besteht Potenzial zu relevanten CO2-Einsparungen. Das Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport (BMKÖS) setzt daher über sein Förder-Portfolio zukünftig Anreize für einen ressourcenbewussten Umgang und implementiert "Green Filming" als neuen Qualitätsstandard.

Das Österreichische Filminstitut (ÖFI) und das BMKÖS fördern ab 2021 auf Basis der Kriterien des Österreichischen Umweltzeichens "Green Producing in Film und Fernsehen". Bereits seit Ende 2019 stimmt sich der Bund mit den Förderinstitutionen auf Bundes- und Länderebene sowie dem ORF über die Ausarbeitung möglichst harmonisierter Vorgaben ab.

Green Producing in Film und Fernsehen

Seit 2017 besteht das Österreichische Umweltzeichen "Green Producing in Film und Fernsehen" des Bundesministeriums für Klimaschutz. Gemeinsam mit der Filmwirtschaft wurden die Kriterien in Bereichen wie Energie, Transport oder Abfall in den vergangenen Monaten überarbeitet. Die aktualisierten Kriterien des Umweltzeichens bieten künftig die Basis für ökologische Filmproduktion. Eine Zertifizierung ist möglich, jedoch nicht verpflichtend vorgesehen. Um "Green Filming" möglichst rasch in der Produktionskultur zu verankern und das nötige Know-how zu vermitteln, werden Weiterbildungsmaßnahmen gezielt gefördert. Etwaige Mehrkosten für die Berücksichtigung der neuen Qualitätsstandards werden grundsätzlich förderfähig sein.

Die Anwendung der Richtlinie "Green Producingin Film und Fernsehen" wird auch im Bereich der innovativen Filmförderung des BMKÖS ab kommendem Jahr empfohlen.

Um "Green Filming" möglichst rasch in der Produktionskultur zu verankern und das nötige Know-how zu vermitteln, werden Weiterbildungsmaßnahmen gezielt gefördert. Etwaige Mehrkosten für die Berücksichtigung der neuen Qualitätsstandards werden grundsätzlich förderfähig sein. Die Anwendung der Richtlinie wird auch im Bereich der innovativen Filmförderung des BMKÖS empfohlen.

Green Museums

Zahlreiche österreichische Museen zeigen großes Interesse an Nachhaltigkeit und ökologischem Wirtschaften.

Mit den Dachorganisationen des Museumswesens in Österreich, ICOM-Österreich und Museumsbund Österreich wurde ein "Museumsgütesiegel" geschaffen, das einen Qualitätsstandard bietet. Zusätzlich können Museen eine Umwelt-Zertifizierung anstreben, die auf den Richtlinien für Green Meetings und Events sowie für Tourismus und Freizeitwirtschaft oder als Bildungseinrichtung beruht.

Zu den museumsspezifischen Umweltkriterien zählen etwa die Minimierung des Chemikalieneinsatzes bei Konservierungs- oder Restaurierungsarbeiten, der nachhaltige Umgang mit den Ausstellungsobjekten bei Transport und Lagerung, die Materialienwahl beim Ausstellungsbau und die Berücksichtigung der nachhaltigen Entwicklungsziele im Rahmen der Vermittlungsarbeit.

Unter den Bundesmuseen sind das Technische Museum Wien, das Museum für angewandte Kunst, die Nationalbibliothek und das Naturhistorische Museum bereits Träger des Österreichischen Umweltzeichens.