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FAQ: Auswirkungen des Coronavirus auf Kunst und Kultur

Hotline Kunst und Kultur

Im Maßnahmen-Mix der Bundesregierung zur Bekämpfung der Auswirkungen des Coronavirus sind eine Reihe von Unterstützungen für den Kulturbereich enthalten. Wir haben die wichtigsten und häufigsten Fragen und Antworten für Sie knapp zusammengefasst. Wir weisen darauf hin, dass die Aktualisierung der Informationen auf dieser Webseite nach Erlass der jeweils aktuellen Verordnung erfolgt.

Für spezifische Fragen zu einzelnen Projekten wenden Sie sich bitte direkt an die zuständige Fachabteilung in der Sektion Kunst und Kultur: Liste Fachabteilungen der Sektion Kunst und Kultur

Darüber hinaus und wenn Sie nicht sicher sind, wer für Ihr Anliegen zuständig ist, verwenden Sie  bitte die Serviceadresse: kunstkultur@bmkoes.gv.at

Für Fragen im Zusammenhang mit Soforthilfe-Maßnahmen des Künstler-Sozialversicherungsfonds und anderer Einrichtungen wurde von der Sektion Kunst und Kultur eine eigene Hotline für Betroffene der Kulturbranche eingerichtet:
Hotline: +43 (1) 71 606 851185
Mo bis Fr von 9:00 bis 15:00 Uhr

Speziell für Unternehmen wurde eine Informationsstelle im Finanzministerium eingerichtet.
Hotline 050-233 770
Mo bis Do von 7:30 bis 15:30 Uhr und Fr von 7:30 bis 12:00 Uhr

Information des Bundesministeriums für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz:
Empfehlungen für die inhaltliche Gestaltung eines COVID-19-Präventionskonzeptes für Veranstaltungen im Bereich von Kunst und Kultur (Stand: 28. September 2020) (PDF, 491 KB)

COVID-19-Gesundheitskrise – Unterstützungsmaßnahmen für den Kunst- und Kulturbereich im Überblick (PDF, 127 KB)

Erlässe und Verordnungen

Auf der Webseite des Gesundheitsministeriums finden Sie alle derzeit geltenden Erlässe und Verordnungen zum Coronavirus.

Rahmenbedingungen für Veranstaltungen

Zusammenfassung der geltenden Regeln für Veranstaltungen

Covid-Schutzmaßnahmen für den Kulturbereich

Theater, Konzerthäuser, Kinos, Varitees und Kabaretts
Diese Einrichtungen bleiben geschlossen.

Bibliotheken, Museen, Kunsthallen, kulturelle Ausstellungshäuser, Büchereien und Archive sind ab 8. Februar 2021 wieder geöffnet. Es muss sichergestellt sein, dass pro Person 20m2 zur Verfügung stehen. Gegenüber Personen, die nicht im gemeinsamen Haushalt leben, ist ein Abstand von mindestens zwei Metern einzuhalten und eine Atemschutzmaske der Schutzklasse FFP2 (FFP2-Maske) ohne Ausatemventil oder einer Maske mit mindestens gleichwertig genormtem Standard zu tragen. 

Kunstvermittlungsprogramme
Führungen sind wie Veranstaltungen zu behandeln.

Galerien und Buchhandlungen sind ab 8. Februar 2021 wieder geöffnet. Es muss sichergestellt sein, dass pro Person 20m2 zur Verfügung stehen. Gegenüber Personen, die nicht im gemeinsamen Haushalt leben, ist ein Abstand von mindestens zwei Metern einzuhalten und eine Atemschutzmaske der Schutzklasse FFP2 (FFP2-Maske) ohne Ausatemventil oder einer Maske mit mindestens gleichwertig genormtem Standard zu tragen.

Reisebeschränkungen
Auskünfte zu Reisebeschränkungen/-warnungen gibt die Notfall-Hotline des Bundesministeriums für europäische und internationale Angelegenheiten:
Tel: +43-1-90115-4411
E-Mail: buergerservice@bmeia.gv.at
App für Ihr Smartphone: www.auslandsservice.at

Ehe man eine Auslandsreise bucht oder antritt, sollte man die aktuellsten Einreisebestimmungen nochmals checken, denn vieles ist derzeit im Fluss – Lockerungen wie Verschärfungen.
Weiterführende Infos: BMEIA Reiseinformationen 

Bei Fragen rund um Quarantänebestimmungen bei Einreise aus dem Ausland ist die AGES zuständig.
Tel: +43 0800/555621

Welche direkten Unterstützungsmaßnahmen gibt es für Kultureinrichtungen und Künstlerinnen und Künstler?

Der seit 2015 existierende Unterstützungsfonds des Künstler-Sozialversicherungsfonds stellt Künstlerinnen und Künstlern Beihilfen für Einkommenseinbußen in besonders berücksichtigungswürdigen Notfällen zur Verfügung.

Als Ergänzung zu den bisher möglichen Unterstützungsmöglichkeiten wurde der COVID-19-Fonds zur Abfederung von Einnahmenausfällen anlässlich des Ausbruchs von COVID-19 eingerichtet.

Zusätzlich zu Künstlerinnen und Künstlern können auch Kulturvermittlerinnen und Kulturvermittler diese Beihilfe beantragen (unselbständig wie selbständig Tätige).

Der Covid-19-Fonds wurde als Auffangnetz für jene Künstlerinnen und Künstler bzw. Kulturvermittlerinnen und Kulturvermittler konzipiert, die weder für die Überbrückungsfinanzierung der SVS noch den Härtefallfonds der WKO antragsberechtigt sind.

  • Volumen: 40 Mio. EUR
  • Antragstellung bis Ende März 2021 möglich
  • Die Einmalzahlung pro Kopf wird von 3.000 auf 3.500 Euro für 2020 erhöht. Wer bereits in der aktuell laufenden Phase 2 Geld aus dem Covid-19-Fonds bekommen hat, bekommt die Erhöhung automatisch überwiesen. Noch ausständige und neue Anträge belaufen sich ab sofort automatisch auf den erhöhten Betrag.
  • Die Auszahlungshöhe für das 1. Quartal 2021 beläuft sich auf 1.500 Euro. Antragstellung ist ab 15. Jänner 2021 möglich.

Zur Einleitung des Verfahrens können Sie unter KSVF-COVID-19-Beihilfe einen Antrag stellen.

Für Einkommensausfälle durch die Corona-Maßnahmen wurde eine eigene Service-Seite eingerichtet: KSVF-Service-Fonds

Information zu Richtlinien: Gewährung von nicht rückzahlbaren Beihilfen aus dem COVID-19-Fonds

Es wurde ein eigener Überbrückungsfinanzierungsfonds für Künstlerinnen und Künstler eingerichtet. Der Fonds wurde von rund 90 auf 110 Millionen Euro aufgestockt und bis ins Jahr 2021 verlängert. Die entsprechenden Gesetzesänderungen wurden im Bundesrat am 17. Dezember 2020 geschaffen. Im Ministerrat vom 20. Jänner 2021 wurde beschlossen, den Fonds auf 120 Millionen aufzustocken und die Möglichkeit zu schaffen, dass Anträge auch im 2. Quartal gestellt werden können. 

Der Fonds verfolgt das Ziel, Künstlerinnen und Künstlern, die durch die Maßnahmen zur Bekämpfung von COVID-19 besonders betroffen sind, eine spezifische Unterstützung zukommen zu lassen, da sie von diesen Maßnahmen als erste betroffen waren und die Einschränkungen ihre Verdienstmöglichkeiten besonders lange schmälern werden.

Bisher konnten Künstlerinnen und Künstler, die bei der Sozialversicherung der Selbständigen (SVS) versichert sind und sich in einer Notlage befinden, über die SVS eine Überbrückungsfinanzierung von 10.000 Euro für 10 Monate erhalten. Die durchschnittliche Bearbeitungszeit der Anträge beträgt derzeit rund zwei Werktage. 

Ab dem 15. Jänner 2021 können Künstlerinnen und Künstler eine weitere Tranche von 3.000 Euro für das 1. Quartal 2021 beantragen.

Etwaige bereits geleistete Zahlungen aus dem Härtefallfonds der WKO werden abgezogen.

Als Künstlerinnen und Künstler sind jene Personen zu verstehen, die Kunst und Kultur schaffen, ausüben, vermitteln oder lehren. Abgewickelt werden die Förderungen nach diesem Bundesgesetz von der SVS.

Weitere Informationen

Überbrückungsfinanzierung für selbständige Künstlerinnen und Künstler

Anträge auf Beihilfen aus der Überbrückungsfinanzierung und der Erhöhung können über folgende Online-Formulare gestellt werden.  

Richtlinie für die Gewährung von Überbrückungsfinanzierungen im Rahmen des Bundesgesetzes über die Errichtung eines Fonds für eine Überbrückungsfinanzierung für selbständige Künstlerinnen und Künstler (PDF, 475 KB)

Hotline der SVS: 050 808 808

Der "Lockdown-Bonus" für freischaffende Künstlerinnen und Künstler aufgrund des neuerlichen Lockdowns kann über die Sozialversicherung der Selbständigen (SVS) beantragt werden. Alle bei der SVS versicherten Künstlerinnen und Künstler können, wenn sie vom Lockdown betroffen sind, diese Sonderzahlung – unabhängig von und zusätzlich zu allen anderen bisherigen Unterstützungsinstrumenten nutzen.

Bereits für die Monate November und Dezember gab es im Zuge der SVS-Überbrückungsfinanzierung einen Lockdown-Bonus, der dem Schock des neuerlichen Kultur-Lockdowns im Herbst entgegenwirken sollte. Jetzt wird diese Maßnahme für die Monate Jänner und Februar wiederholt. Der Lockdown-Bonus kann zusätzlich zu bestehenden Hilfsmaßnahmen wie der SVS-Überbrückungsfinanzierung oder dem Härtefallfonds der WKO bezogen werden.

Seit dem 22. Februar können freischaffende Künstlerinnen und Künstler für die Monate Jänner und Februar 2021 bei der Sozialversicherung der Selbständigen (SVS) eine Lockdown-Kompensation in Höhe von 1.000 Euro beantragen.

Kulturbetriebe und KünstlerInnen, die vom Lockdown in November und Dezember direkt oder indirekt betroffen waren und unternehmerisch im Sinne des Umsatzsteuergesetzes tätig sind, konnten bzw. können über die COFAG einen Umsatzersatz beantragen.

Information: umsatzersatz.at

Verlängerung des NPO-Unterstützungsfonds

  • Der NPO-Unterstützungsfonds wird um das 4. Quartal 2020 verlängert. Anträge für eine Förderung können ab 5. März 2021 gestellt werden.
  • Darüber hinaus wird es im NPO-Unterstützungsfonds für gemeinnützige Vereine möglich sein, einen dem Umsatzersatz des BMF vergleichbaren Zuschuss („NPO-Lockdown-Zuschuss“) zu erhalten.
  • Gemeinnützige Vereine, deren Aktivitäten ganz oder teilweise der Umsatzsteuer unterliegen, können über FinanzOnline einen Umsatzersatz für November und Dezember beantragen. Gemeinnützige Vereine, die einen Umsatzersatz erhalten haben, werden dadurch im NPO-Unterstützungsfonds nicht schlechter gestellt und können unter bestimmten Voraussetzungen einen ergänzenden NPO-Lockdown-Zuschuss für Einnahmen erhalten, die nicht der Umsatzsteuer unterliegen.
  • Andere im NPO-Fonds antragsberechtigte Organisationen, die vom Lockdown direkt oder indirekt betroffen sind, können einen Umsatzersatz nur über FinanzOnline beantragen. Diesen Organisationen kann im NPO-Unterstützungsfonds kein NPO-Lockdown-Zuschuss gewährt werden. Sie sind aber auch weiterhin im NPO-Unterstützungsfonds für einen Zuschuss für den Zeitraum, für den kein Umsatzersatz gewährt wurde, antragsberechtigt. Auch hier ist sichergestellt, dass durch die Beantragung eines Umsatzersatzes des BMF keine Schlechterstellung im NPO-Unterstützungsfonds erfolgt.
  • Alle sonstigen im NPO-Unterstützungsfonds antragsberechtigten Organisationen können im ab 5. März 2021 nach dem bekannten Muster eine Förderung für das 4. Quartal 2020 beantragen.

Die Abwicklung übernimmt das Austria Wirtschaftsservice (aws).

Infoservice zum NPO-Fonds
Website: NPO-Fonds

NPO-Service-Hotline:
Montag - Freitag: 8.00 - 18.00 Uhr
Samstag: 8.00 - 15.00 Uhr
Tel.: +43 1 267 52 00
E-Mail: info@npo-fonds.at

Die Veranstaltungsbranche gehört zu den Hauptbetroffenen der Coronakrise. 2021 soll Schritt für Schritt wieder zurück in eine gewisse Normalität führen. Die Bundesregierung hat daher einen Schutzschirm für Veranstaltungen in der Höhe von 300 Mio. Euro bereitgestellt, um trotz der COVID-19-Krise Anreiz und Sicherheit für die künftige Planung von Veranstaltungen (z.B. Sport- und Kulturveranstaltungen, Kongresse, Messen und Märkte) zu geben. Der Schutzschirm stellt sicher, dass nicht stornierbare Kosten ersetzt werden, falls ein Event dann doch abgesagt werden muss. Förderbare Kosten sind nicht mehr stornierbare Aufwendungen für Leistungen Dritter in der Wertschöpfungskette (z.B. Lieferanten, Technik, Catering, Künstler, Bar, Service, Florist, Veranstaltungsort, Rückabwicklungskosten, Werbekostenzuschüsse), sowie Personalkosten, die unmittelbar mit der Planung und Durchführung der förderungsgegenständlichen Veranstaltung zusammenhängen.

Abwicklung der Förderung erfolgt über die Österreichische Hotel- und Tourismusbank.

Der mit zwei Milliarden Euro dotierte Härtefall-Fonds ist eine Förderung der Bundesregierung für Selbständige. Mit dem Förder-Instrument sollen Unternehmerinnen und Unternehmer Unterstützung für ihre persönlichen Lebenshaltungskosten bekommen.

Der Härtefall-Fonds ist ein Teil des umfassenden Hilfspaketes, das die Bundesregierung zur Unterstützung der Wirtschaft in der Corona-Krise geschnürt hat. Weitere Unterstützung für die betroffenen Unternehmen stehen über die Corona-Kurzarbeit, den Corona-Hilfsfonds (mit Zuschüssen und Garantien), Kreditgarantien und Haftungen, aber auch über die Möglichkeiten zu Steuerstundungen zur Verfügung.

Betrachtungszeitraum 15. März 2020 bis 15. März 2021.

Informationen des Finanzministeriums (BMF): FAQ-Corona-Hilfspaket der Österreichischen Bundesregierung

Mit dem Comeback Zuschuss wird es unabhängigen Filmproduktionsunternehmen ermöglicht, COVID-19 bedingt unterbrochene oder verschobene Dreharbeiten von Kino- und TV-Produktionen fortsetzen zu können.
Zum einen sollen dadurch Produktionen, die bereits mit den Dreharbeiten begonnen haben und Einschränkungen durch COVID-19 bedingte Maßnahmen erleiden, die Produktion trotzdem fertigstellen können. Zum anderen sollen Produktionen trotz möglicher neuerlicher Einschränkungen bei Dreharbeiten in Zusammenhang mit COVID-19 starten können.

Details zu den Förderungsvoraussetzungen, Einreichkriterien und förderbaren Kosten finden Sie in der Sonderrichtlinie (BMDW gemeinsam mit dem BMKÖS): Comeback Zuschuss für Film- und TV-Produktionen
Ab sofort beantragbar im Austria Wirtschaftsservice "aws Fördermanager": foerdermanager.aws.at/#/
Bei Fragen steht das FISA-Team zur Verfügung: filmstandort-austria.at

Informationen zu Covid-Unterstützungen auf der Webseite des Austria Wirtschaftsservice: aws.at

 

Musikschaffende
Kultur-Katastrophenfonds für Musikschaffende der AKM und OESTIG
Die Verwertungsgesellschaften AKM & austro mechana und die Österreichische Interpretengesellschaft (OESTIG) haben einen Kultur-Katastrophenfonds in Höhe von einer Million Euro eingerichtet. Dieser steht ausschließlich Musik-Urheberinnen/Urhebern zur Verfügung, die durch signifikante Tantiemen- oder Honorarausfälle in finanzielle Not geraten und dadurch existentielle Probleme bekommen.

Hilfsprogramm für heimische Musiklabels
LSG Wahrnehmung von Leistungsschutzrechten Ges.m.bH
Die bestehende Produktionsförderung der LSG für Alben und Musikvideos wird verdoppelt. Im Rahmen dieser Förderaktion können in 2020 anfallende Produktionskosten von Alben- und Musikvideo-Produktionen durch nicht rückzahlbare Zuschüsse unterstützt werden. Abhängig von der jeweiligen Förderkategorie variieren diese Zuschüsse von 1.000 bis maximal 50.000 Euro. Darüber hinaus wird die Eintrittsschwelle für Förderungen gesenkt. Schon ab einem Tantiemenaufkommen von 500 Euro pro Jahr können Labels Produktionskostenzuschüsse beziehen. Damit steht diese Förderung auch aktiven Kleinlabels offen.
Förderbedingungen und Formulare: LSG-Hilfsprogramm für Musiklabels aufgrund der Corona-Krise

Bildende Kunstschaffende
SKE-Fonds der Bildrecht Verwertungsgesellschaft für bildende Künstlerinnen/Künstler
Künstlerinnen, Künstler und Kreative, die aufgrund der Corona-Krise in außerordentliche wirtschaftliche Bedrängnis geraten, können finanzielle Unterstützung aus dem Bildrecht-Überbrückungsfonds beantragen. Bei diesem Fonds handelt es sich um eine Förderung aus dem SKE-Fonds (Soziale und kulturelle Einrichtungen) der Bildrecht, die nicht zurückgezahlt werden muss.
Corona-Überbrückungsfonds - Bildrecht

Filmschaffende
SKE-Fonds der VdFS Verwertungsgesellschaft für Filmschaffende 

Die VdFS-Verwertungsgesellschaft der Filmschaffenden hat einen eigenen Fonds für soziale Notfälle eingerichtet. Dieser soll Verdienstentgänge, die aufgrund von abgesagten Filmproduktionen bzw. sonstigen stornierten Aufträgen entstehen, abfedern. Der Zuschuss kann auch von Bezugsberechtigten, die 2020 bereits einen Lebenskostenzuschuss erhalten haben, in Anspruch genommen werden.
Aktuelle Informationen der VdFS zur Corona-Krise

Audiovisuelle Medien
SKE-Fonds der VAM Verwertungsgesellschaft für audiovisuelle Medien

Die VAM - Verwertungsgesellschaft für audiovisuelle Medien GmbH hat einen Katastrophenfonds in Höhe 250.000 Euro eingerichtet. Für Schäden, die aufgrund der Corona-Krise entstanden sind, kann ein Ersatz bis zur Höhe von 10.000 Euro je Bezugsberechtigtem gewährt werden.
VAM-Katastrophenfonds

Schriftstellerinnen/Schriftsteller und Übersetzerinnen/Übersetzer
Sozialfonds der Literar-Mechana für Autorinnen/Autoren und Übersetzerinnen/Übersetzer
Die Literar Mechana hat einen Sonderfonds mit 1 Million EUR aus SKE-Mitteln (aus sozialen und kulturellen Zwecken dienenden Einrichtungen) eingerichtet und leistet für bisherige Mitglieder Zuschüsse zu Honorarausfällen bei ersatzlos ausgefallenen Veranstaltungen. Unterstützungen sind sofort möglich. Anfragen bitte an: rauch@literar.at

Tonträger und Musikvideos - Interpretinnen/Interpreten und Produzentinnen/Produzenten
LSG Wahrnehmung von Leistungsschutzrechten Ges.m.bH
Für Mitglieder, Interpretinnen/Interpreten und Produzentinnen/Produzenten gibt es einmalige oder wiederkehrende, individuelle Hilfestellung zur Unterstützung ihrer wirtschaftlichen, ideellen oder rechtlichen Lage. Aktuelle Informationen unter LSG-Interpreten 

Zur Bewältigung der Corona-Krise gibt es ein besonderes Kurzarbeitsmodell, das auch von Kultureinrichtungen genutzt werden kann. Damit wird es möglich, die Arbeitszeit auf 10% zu reduzieren (zeitweise sind null Stunden möglich) und Arbeiternehmerinnen/Arbeitnehmer trotzdem in einem aufrechten Beschäftigungsverhältnis bei fast vollem Lohnausgleich zu behalten. Das AMS ersetzt der Arbeitgeberin/dem Arbeitgeber gemäß festgelegten Pauschalsätzen die Kosten für die Ausfallstunden. Ziel ist, so viele Menschen wie möglich in Beschäftigung zu halten und Kündigungen oder einvernehmliche Lösungen aufgrund der Krise zu vermeiden.

AMS-Information zu COVID-19-Kurzarbeitsmodell

Corona Kurzarbeit seit 1.10.2020

Welche indirekten Unterstützungsmaßnahmen gibt es für Kultureinrichtungen und Künstlerinnen und Künstler?

Die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) hat ein Maßnahmenpaket geschnürt, um bei kurzfristigen Liquiditätsengpässen Dienstgeberinnen und Dienstgeber zu unterstützen.

Informationsseite der ÖGK 

Die österreichischen Sozialversicherungsträger (SVS) bieten Betroffenen die Möglichkeit, die Sozialversicherungsbeiträge stunden zu lassen oder in Raten zu bezahlen sowie die Beitragsgrundlage herabzusetzen. Zudem ist auch eine gänzliche oder teilweise Nachsicht der Verzugszinsen möglich.

Informationsseite der SVS: Maßnahmen im Beitragsbereich 

Bei Liquiditätsengpässen, die auf die Corona-Krise zurückzuführen sind, bietet das Finanzministerium Möglichkeiten für steuerliche Erleichterungen: 

Informationsseite und Vorlagen des Finanzministeriums betreffend Steuererleichterungen

Sonderregelungen des Finanzministeriums betreffend Coronavirus (PDF, 55 KB) (PDF)

Die Gutscheinlösung wird bis 30. Juni 2021 verlängert. Vorgesehen ist weiterhin, dass für Tickets bis zu einem Wert von 70 Euro ein Gutschein ausgestellt wird. Für teurere Karten kann man sich bis zu 180 Euro auszahlen lassen. Ein etwaiger Betrag, der den addierten Gesamtwert von 250 Euro übersteigt, wird wiederum in einen Gutschein umgewandelt. Gültig sind diese bis Ende 2022. Wurden die Gutscheine bis dahin nicht konsumiert, hat man Anspruch auf eine Rückerstattung.

Was gilt für Veranstaltungen & Projekte?

Einen generellen Anspruch auf Entschädigung für entgangene Einnahmen gibt es nicht. Künstler und Kultureinrichtungen können sich an folgende Stellen wenden:
Covid 19-Fonds der Künstler-Sozialversicherung, den Härtefallfonds der WKÖ sowie an die entsprechenden Verwertungsgesellschaften. 

Für vom Lockdown in den Monaten November und Dezember unmittelbar betroffenen Betriebe wird ein Umsatzersatz zur Verfügung gestellt. Voraussetzung ist, dass der Betrieb Umsatzsteuer abführt. Weitere Informationen unter Lockdown-Umsatzersatz (COFAG).

Ein Ersatz für indirekt betroffene Branchen ist in Arbeit.

Bitte informieren Sie umgehend die zuständige Fachabteilung. Wir bemühen uns, unbürokratisch eine praktikable und treffsichere Lösung für jeden Förderfall zu finden. Unser Ziel ist, dass Veranstalterinnen und Veranstalter im Hinblick auf die Förderung durch eine Absage weder besser noch schlechter gestellt wird als bei der geplanten Abhaltung der Veranstaltung.

Wir ersuchen Sie, im Falle von notwendig gewordenen Absagen, Aufzeichnungen zu führen und alle diesbezüglichen Dokumentationen und Nachweise für die Abrechnung bereitzuhalten.

Erst nach Prüfung Ihrer Abrechnungsunterlagen und Feststellung der Plausibilität kann eine endgültige Auskunft erteilt werden. Grundsätzlich werden Sie ersucht, schadensmindernde Maßnahmen zu setzen und die Kosten möglichst gering zu halten. Wie mit bestimmten vertraglichen Verpflichtungen umzugehen ist, hängt vom Einzelfall ab (Art der Leistung, Stadium der Erfüllung, Verwertbarkeit für andere Vorhaben) und muss primär von Ihnen beurteilt werden.

Kann ein Vorhaben zeitlich und/oder inhaltlich nicht wie geplant durchgeführt werden, ersuchen wir Sie, die zuständige Fachabteilung zu informieren, damit eine Umwidmung vorgenommen werden kann. Sind mit der Verschiebung/Änderung Mehrkosten verbunden, bemühen wir uns, im Rahmen der budgetären Möglichkeiten mit Ihnen eine Lösung zu erarbeiten. Beachten Sie, dass sämtliche bereits entstandenen Kosten belegt werden müssen.

Nehmen Sie bei einer Absage, Verschiebung oder Veränderung unbedingt auch rasch Kontakt mit sämtlichen anderen fördernden Einrichtungen auf!
Wir sind mit den Kolleginnen und Kollegen aus den Bundesländern in Kontakt, um die Vorgangsweise im Interesse der Förderungsnehmerinnen und Förderungsnehmer bestmöglich abzustimmen.

Um die Liquidität der Kulturbetriebe sicherzustellen sind wir bemüht, bereits bewilligte Fördertranchen möglichst rasch auszuzahlen. Bitte informieren Sie die zuständige Fachabteilung.

Die bestehenden Einreichtermine bleiben aufrecht. Nachreichungen von detaillierten Informationen können auch nach der Frist übermittelt werden. Beiratssitzungen finden weiterhin statt.

Auch wenn bedingt durch die Corona-Krise nicht alle Aktivitäten stattfinden, kann die Jahresförderung im vollem Umfang ausbezahlt werden. Damit soll die Aufrechterhaltung des Betriebs und die Weiterbeschäftigung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sichergestellt werden.

Bitte nehmen Sie bei Verschiebungen oder Absagen umgehend Kontakt mit der Exekutivagentur für Bildung, Audiovisuelles und Kultur (EACEA) auf und achten Sie auf eine genaue Dokumentation aller Änderungen. Die EACEA wird jeden Fall individuell prüfen. Es wird angeraten, wirtschaftlich und sparsam vorzugehen und Stornobedingungen bei Absagen zu befolgen. 

Bei EU-Kofinanzierungen durch das BMKOES informieren Sie bitte auch die zuständige Fachabteilung:
international-kultur@bmkoes.gv.at

Weitere Informationen:

 

Was ist bei der Abrechnung von Förderungen zu beachten?

Bitte informieren Sie rechtzeitig die entsprechende Fachabteilung und suchen Sie bei der Förderkontrolle per Mail um Fristverlängerung an.
Es genügt ein formloses E-Mail an foerderkontrolle32@bmkoes.gv.at mit einer kurzen Begründung und der Angabe eines realistischen Durchführungszeitpunkts.

  • Bitte achten Sie darauf, dass die Unterlagen vollständig sind.
  • Führen Sie die Geschäftszahl an.
  • Wenn möglich, ersuchen wir Sie, die Unterlagen elektronisch zu übermitteln.
    Bitte beachten Sie dabei die Höchstgrenze von 20 MB.

In Papierform eingelangte Nachweisunterlagen werden gesammelt und zu einem späteren Zeitpunkt bearbeitet.
 
Wir bemühen uns um rasche Bearbeitung aller Anliegen.