Wir verwenden Cookies zu Statistikzwecken und zur Qualitätssicherung. Durch Fortfahren auf unserer Website stimmen Sie dieser Verwendung zu. 

FAQ: Auswirkungen des Coronavirus auf Kunst und Kultur

Covid Hotline Kunst und Kultur

Im Maßnahmen-Mix der Bundesregierung zur Bekämpfung der Auswirkungen des Coronavirus sind eine Reihe von Unterstützungen für den Kulturbereich enthalten. Wir haben die wichtigsten und häufigsten Fragen und Antworten für Sie knapp zusammengefasst.

Für spezifische Fragen zu einzelnen Projekten wenden Sie sich bitte direkt an die zuständige Fachabteilung in der Sektion Kunst und Kultur: Liste Fachabteilungen der Sektion Kunst und Kultur

Darüber hinaus und wenn Sie nicht sicher sind, wer für Ihr Anliegen zuständig ist, verwenden Sie  bitte die Serviceadresse: kunstkultur@bmkoes.gv.at

Für Fragen im Zusammenhang mit Soforthilfe-Maßnahmen des Künstler-Sozialversicherungsfonds und anderer Einrichtungen wurde von der Sektion Kunst und Kultur eine eigene Hotline für Betroffene der Kulturbranche eingerichtet:
Hotline  +43 1 53115 202555
Mo bis Fr von 9:00 bis 15:00 Uhr

Speziell für Unternehmen wurde eine Informationsstelle im Finanzministerium eingerichtet.
Hotline 050-233 770
Mo bis Do von 7:30 bis 15:30 Uhr und Fr von 7:30 bis 12:00 Uhr

Information des Bundesministeriums für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz:
Empfehlungen für die inhaltliche Gestaltung eines COVID-19-Präventionskonzeptes für Veranstaltungen im Bereich von Kunst und Kultur (Stand: 29. Mai 2020) (PDF, 181 KB)

Erlässe und Verordnungen

Auf der Webseite des Gesundheitsministeriums finden Sie alle derzeit geltenden Erlässe und Verordnungen zum Coronavirus.

Wie sehen die ersten Lockerungen für den Kunst- und Kulturbereich aus?

Durch eine Novellierung der COVID-19-Lockerungsverordnung, die seit 30. Mai in Kraft ist, entfällt die 10m2-Regel für Kundenbereiche von Betriebsstätten (Handel, Dienstleistungen) sowie für Besucherbereiche von beispielsweise Museen und Ausstellungen. Weiterhin muss der Mindestabstand von einem Meter eingehalten werden.

Veranstaltungen
Die Lockerungsverordnung (231) zur stufenweise Wiederaufnahme des Veranstaltungsbetriebs regelt die Lockerungsmaßnahmen für Veranstaltungen.

Zusammenfassung der Lockerungs-Maßnahmen für Veranstaltungen

Museen, Archive, Büchereien und Bibliotheken
Diese Einrichtungen dürfen seit 15. Mai wieder öffnen. Die Entscheidung, ob tatsächlich geöffnet wird, liegt bei den Institutionen selbst. Die strikte Einhaltung der aktuellen Abstands- und Hygienebestimmungen ist unerlässlich.

ICOM-Österreich Informationen: Öffnungstermine Museen

Museumsbund Österreich-Detail-Information: Covid Schutzmaßnahmen für Museen (PDF, 508 KB) (Stand 1.06.2020/ Version 6 )

Kinos
Kinos dürfen seit 29. Mai wieder öffnen. Es gelten die Abstandsregeln für Indoor-Veranstaltungen mit zugewiesenen Sitzplätzen.
Siehe auch: Zusammenfassung der Lockerungs-Maßnahmen für Veranstaltungen

Kunstvermittlungsprogramme und Workshops
Führungen oder Workshops sind wie Veranstaltungen zu behandeln.

Galerien und Buchhandlungen
Geschäftslokale (Handel/Gewerbe) sind für den Verkauf von Waren unter Einhaltung der Schutzbestimmungen geöffnet. Im Bereich des Kunst- und Kulturbetriebs betrifft dies etwa Galerien, Buchhandlungen, Fachgeschäfte für Künstler/innenbedarf, Papier- und Schreibwaren, Kostüm- und Requisitenbedarf, Musikfachhandel etc.

Siehe auch: Zusammenfassung der Lockerungs-Maßnahmen für Veranstaltungen

Informationen der WKO: Nächste Schritte in Richtung Comeback der österreichischen Wirtschaft  

Reisebeschränkungen
Auskünfte zu Reisebeschränkungen/-warnungen gibt die Notfall-Hotline des Bundesministeriums für europäische und internationale Angelegenheiten:
Tel: +43-1-90115-4411
E-Mail: buergerservice@bmeia.gv.at
App für Ihr Smartphone: www.auslandsservice.at

Ehe man eine Auslandsreise bucht oder antritt, sollte man die aktuellsten Einreisebestimmungen nochmals checken, denn vieles ist derzeit im Fluss – Lockerungen wie Verschärfungen.
Weiterführende Infos: BMEIA Reiseinformationen 

Bei Fragen rund um Quarantänebestimmungen bei Einreise aus dem Ausland ist die AGES zuständig.
Tel: +43 0800/555621

Welche Unterstützungsmaßnahmen sind insgesamt vorgesehen?

Die Bundesregierung hat ein Hilfspaket in Höhe von insgesamt 38 Milliarden Euro geschnürt:

  •  4 Milliarden Euro für Soforthilfe
  •  9 Milliarden Euro für Garantien und Haftungen
  • 15 Milliarden Euro für Branchen die besonders betroffen sind
  • 10 Milliarden Euro Steuerstundungen und Steuerherabsetzungen

Welche direkten Unterstützungsmaßnahmen gibt es für Kultureinrichtungen und Künstlerinnen und Künstler?

Der seit 2015 existierende Unterstützungsfonds des Künstler-Sozialversicherungsfonds stellt Künstlerinnen/Künstlern Beihilfen für Einkommenseinbußen in besonders berücksichtigungswürdigen Notfällen zur Verfügung. Dieser Fonds ist mit bis zu 500.000 Euro jährlich dotiert.

COVID 19-Fonds für Künstler und Kulturvermittler

Als Ergänzung zu den bisher möglichen Unterstützungsmöglichkeiten wurde der COVID-19-Fonds für das Kalenderjahr 2020 zur Abfederung von Einnahmenausfällen anlässlich des Ausbruchs von COVID-19 eingerichtet. Der COVID 19-Fonds ist mit bis zu 5 Millionen Euro dotiert und soll rasche Hilfe sicherstellen. Zusätzlich zu Künstlerinnen und Künstlern können auch Kulturvermittlerinnen und Kulturvermittler diese Beihilfe beantragen. Die Einreichfrist für Ansuchen um eine Soforthilfe in Höhe von € 1.000,- (Phase 1) des COVID-19-Fonds endete mit 2. Juli 2020.

Ab 10. Juli 2020 ist es möglich, Anträge für die Beihilfe (Phase 2) zu stellen.

Ziel der Phase 2 ist es, besondere Not- und Härtefälle für Künstlerinnen und Künstler sowie Kulturvermittlerinnen und Kulturvermittler abzufedern, die nicht nach den Richtlinien des Härtefallfonds (WKO) und der Überbrückungsfinanzierung für Künstlerinnen und Künstler (SVS) anspruchsberechtigt sind. Es wird eine Einmalzahlung in der Höhe von 3.000 Euro sein. Zahlungen aus Phase 1 werden abgezogen. Erste Auszahlungen sind in Kalenderwoche 29 vorgesehen. 

Zur Einleitung des Verfahrens können Sie ab 10. Juli 2020 unter KSVF-COVID-19-Beihilfe einen Antrag stellen.

Für Einkommensausfälle durch die Corona-Maßnahmen wurde eine eigene Service-Seite eingerichtet: KSVF-Service-Fonds

Information zu Richtlinien: Gewährung von nicht rückzahlbaren Beihilfen aus dem COVID-19-Fonds

Es wurde ein eigener Überbrückungsfonds für Künstlerinnen und Künstler eingerichtet. Der Fonds ist mit rund 90 Millionen Euro dotiert. 

Die gesetzliche Grundlage für diese Unterstützungsmaßnahme wurde am 2. Juli vom Bundesrat angenommen. Sie tritt in den kommenden Tagen – sobald die Kundmachung im Bundesgesetzblatt erfolgt ist – in Kraft. Um rasche Auszahlungen zu ermöglichen, können Anträge auf Unterstützung bereits jetzt gestellt werden. Auszahlungen sind aber erst nach dem Inkrafttreten des Gesetzes möglich, voraussichtlich ab Kalenderwoche 28. 

Der Fonds verfolgt das Ziel, Künstlerinnen und Künstlern, die durch die Maßnahmen zur Bekämpfung von COVID-19 besonders betroffen sind, eine spezifische Unterstützung zukommen zu lassen, da sie von diesen Maßnahmen als erste betroffen waren und die Einschränkungen ihre Verdienstmöglichkeiten besonders lange schmälern werden.

Antragsberechtigt sind selbständige Künstlerinnen und Künstler, die bei der der Sozialversicherungsanstalt der Selbständiger (SVS) pflicht- bzw. freiwillig versichert sind. Vorgesehen ist eine Einmalzahlung in Höhe von 6.000 Euro. Etwaige bereits geleistete Zahlungen aus dem Härtefallfonds der WKO werden abgezogen.

Als Künstlerinnen und Künstler sind jene Personen zu verstehen, die Kunst und Kultur schaffen, ausüben, vermitteln oder lehren. Abgewickelt werden die Förderungen nach diesem Bundesgesetz von der SVS.

Weitere Informationen

SVS: Überbrückungsfinanzierung für selbständige Künstlerinnen und Künstler

Der Antrag auf eine Beihilfe aus dem Überbrückungsfonds kann über ein Online-Formular gestellt werden.  

Richtlinie für die Gewährung von Überbrückungsfinanzierungen im Rahmen des Bundesgesetzes über die Errichtung eines Fonds für eine Überbrückungsfinanzierung für selbständige Künstlerinnen und Künstler (Entwurf) (PDF, 261 KB)

Auch für Non-Profit-Organisationen und Sportvereine stehen Coronahilfen in der Höhe von 700 Mio Euro zur Verfügung. Anträge sind ab 8. Juli 2020 möglich.

Auszahlungen können demnach gemeinnützige Vereine aus allen Lebensbereichen beantragen, vom Rettungswesen über den Sport, Kunst und Kultur oder den Umweltschutz bis zum Brauchtumswesen. Inkludiert sind auch die Feuerwehren sowie die anerkannten Religionsgemeinschaften.

Gewährt wird - in zwei Tranchen - ein Fixkostenzuschuss etwa für Miet- oder Personalkosten sowie ein Struktursicherungsbeitrag, der mit 7 Prozent der Einnahmen des Jahres 2019 gedeckelt ist. Pro Organisation werden höchstens 2,4 Mio. Euro ausgezahlt. Geld gibt es vorerst für ein halbes Jahr, konkret vom Beginn der Corona-Krise bis 30. September.

Die Abwicklung übernimmt das Austria Wirtschaftsservice (aws).

Infoservice zum NPO-Fonds
Website:
NPO-Fonds

NPO-Service-Hotline:
Montag - Freitag: 8.00 - 18.00 Uhr
Samstag: 8.00 - 15.00 Uhr
Tel.: +43 1 267 52 00
E-Mail: info@npo-fonds.at

Der mit zwei Milliarden Euro dotierte Härtefall-Fonds ist eine Förderung der Bundesregierung für Selbständige. Mit dem Förder-Instrument sollen Unternehmerinnen und Unternehmer Unterstützung für ihre persönlichen Lebenshaltungskosten bekommen.

Der Härtefall-Fonds ist ein Teil des umfassenden Hilfspaketes, das die Bundesregierung zur Unterstützung der Wirtschaft in der Corona-Krise geschnürt hat. Weitere Unterstützung für die betroffenen Unternehmen stehen über die Corona-Kurzarbeit, den Corona-Hilfsfonds (mit Zuschüssen und Garantien), Kreditgarantien und Haftungen, aber auch über die Möglichkeiten zu Steuerstundungen zur Verfügung.

Informationen des Finanzministeriums (BMF): FAQ-Corona-Hilfspaket der Österreichischen Bundesregierung

Seit 20. April läuft die zweite Phase des Härtefallfonds. Anfang Juni wurden mit einer neuen Richtlinie des BMF "Härtefall-Fonds: Förderrichtlinie für Phase 2" wesentliche Verbesserungen umgesetzt:

  • Förderhöhe wird durch einen Comeback-Bonus deutlich erhöht
  • Förderdauer wird von drei auf sechs Monate erhöht
    • Betrachtungszeitraum wird bis Mitte Dezember ausgedehnt
  • Geringfügig unternehmerisch tätige Pensionisten künftig antragsberechtigt
    • SV aus eigener beruflicher Tätigkeit nicht mehr Voraussetzung

Mit dem Comeback Zuschuss wird es unabhängigen Filmproduktionsunternehmen ermöglicht, COVID-19 bedingt unterbrochene oder verschobene Dreharbeiten von Kino- und TV-Produktionen fortsetzen zu können.
Zum einen sollen dadurch Produktionen, die bereits mit den Dreharbeiten begonnen haben und Einschränkungen durch COVID-19 bedingte Maßnahmen erleiden, die Produktion trotzdem fertigstellen können. Zum anderen sollen Produktionen trotz möglicher neuerlicher Einschränkungen bei Dreharbeiten in Zusammenhang mit COVID-19 starten können.

Details zu den Förderungsvoraussetzungen, Einreichkriterien und förderbaren Kosten finden Sie in der Sonderrichtlinie (BMDW gemeinsam mit dem BMKÖS): Comeback Zuschuss für Film- und TV-Produktionen
Ab sofort beantragbar im Austria Wirtschaftsservice "aws Fördermanager": foerdermanager.aws.at/#/
Bei Fragen steht das FISA-Team zur Verfügung: filmstandort-austria.at

Informationen zu Covid-Unterstützungen auf der Webseite des Austria Wirtschaftsservice: aws.at

 

Musikschaffende
Kultur-Katastrophenfonds für Musikschaffende der AKM und OESTIG
Die Verwertungsgesellschaften AKM & austro mechana und die Österreichische Interpretengesellschaft (OESTIG) haben einen Kultur-Katastrophenfonds in Höhe von einer Million Euro eingerichtet. Dieser steht ausschließlich Musik-Urheberinnen/Urhebern zur Verfügung, die durch signifikante Tantiemen- oder Honorarausfälle in finanzielle Not geraten und dadurch existentielle Probleme bekommen.

Hilfsprogramm für heimische Musiklabels
LSG Wahrnehmung von Leistungsschutzrechten Ges.m.bH
Der Verband der österreichischen Musikwirtschaft startet ein 1 Million Euro schweres Hilfsprogramm für heimische Musiklabels.
Förderbedingungen und Formulare: LSG-Hilfsprogramm für Musiklabels aufgrund der Corona-Krise

Bildende Kunstschaffende
SKE-Fonds der Bildrecht Verwertungsgesellschaft für bildende Künstlerinnen/Künstler
Künstlerinnen, Künstler und Kreative, die aufgrund der Corona-Krise in außerordentliche wirtschaftliche Bedrängnis geraten, können finanzielle Unterstützung aus dem Bildrecht-Überbrückungsfonds beantragen. Bei diesem Fonds handelt es sich um eine Förderung aus dem SKE-Fonds (Soziale und kulturelle Einrichtungen) der Bildrecht, die nicht zurückgezahlt werden muss.
Corona-Überbrückungsfonds - Bildrecht

Filmschaffende
SKE-Fonds der VdFS Verwertungsgesellschaft für Filmschaffende 

Die VdFS-Verwertungsgesellschaft der Filmschaffenden hat einen eigenen Fonds für soziale Notfälle eingerichtet. Dieser soll Verdienstentgänge, die aufgrund von abgesagten Filmproduktionen bzw. sonstigen stornierten Aufträgen entstehen, abfedern. Der Zuschuss kann auch von Bezugsberechtigten, die 2020 bereits einen Lebenskostenzuschuss erhalten haben, in Anspruch genommen werden.
Aktuelle Informationen der VdFS zur Corona-Krise

Audiovisuelle Medien
SKE-Fonds der VAM Verwertungsgesellschaft für audiovisuelle Medien

Die VAM - Verwertungsgesellschaft für audiovisuelle Medien GmbH hat einen Katastrophenfonds in Höhe 250.000 Euro eingerichtet. Für Schäden, die aufgrund der Corona-Krise entstanden sind, kann ein Ersatz bis zur Höhe von 10.000 Euro je Bezugsberechtigtem gewährt werden.
VAM-Katastrophenfonds

Schriftstellerinnen/Schriftsteller und Übersetzerinnen/Übersetzer
Sozialfonds der Literar-Mechana für Autorinnen/Autoren und Übersetzerinnen/Übersetzer
Die Literar Mechana hat einen Sonderfonds mit 1 Million EUR aus SKE-Mitteln (aus sozialen und kulturellen Zwecken dienenden Einrichtungen) eingerichtet und leistet für bisherige Mitglieder Zuschüsse zu Honorarausfällen bei ersatzlos ausgefallenen Veranstaltungen. Unterstützungen sind sofort möglich. Anfragen bitte an: rauch@literar.at

Tonträger und Musikvideos - Interpretinnen/Interpreten und Produzentinnen/Produzenten
LSG Wahrnehmung von Leistungsschutzrechten Ges.m.bH
Für Mitglieder, Interpretinnen/Interpreten und Produzentinnen/Produzenten gibt es einmalige oder wiederkehrende, individuelle Hilfestellung zur Unterstützung ihrer wirtschaftlichen, ideellen oder rechtlichen Lage. Aktuelle Informationen unter LSG-Interpreten 

Zur Bewältigung der Corona-Krise gibt es ein besonderes Kurzarbeitsmodell, das auch von Kultureinrichtungen genutzt werden kann. Damit wird es möglich, die Arbeitszeit auf 10% zu reduzieren (zeitweise sind null Stunden möglich) und Arbeiternehmerinnen/Arbeitnehmer trotzdem in einem aufrechten Beschäftigungsverhältnis bei fast vollem Lohnausgleich zu behalten. Das AMS ersetzt der Arbeitgeberin/dem Arbeitgeber gemäß festgelegten Pauschalsätzen die Kosten für die Ausfallstunden. Ziel ist, so viele Menschen wie möglich in Beschäftigung zu halten und Kündigungen oder einvernehmliche Lösungen aufgrund der Krise zu vermeiden.

AMS-Information zu COVID-19-Kurzarbeitsmodell

WKO-Factsheet zu Corona-Kurzarbeit (PDF)

WKO-Information - FAQ Corona-Kurzarbeit

Antragsberechtigt sind selbständig tätige Künstlerinnen und Künstler aus den Bereichen Literatur, Bildende Kunst und Medienkunst, Musik, Darstellende Kunst und Film, die aufgrund der Corona-Krise in eine finanzielle Notlage geraten sind, das 18. Lebensjahr vollendet und ihren Hauptwohnsitz in Österreich haben.

Achtung: Die Stipendien werden projektbezogen vergeben, der Nachweis einer Hilfsbedürftigkeit ist daher nicht notwendig und der Bezug anderer Unterstützungsleistungen kein Hindernis. Voraussetzung ist nur, dass dasselbe Projekt, für das das Stipendium vergeben wird, nicht bereits auf andere Weise gefördert wird.

Alle Informationen über Antragskriterien und benötigte Unterlagen stehen unter stiftung-oesterreich.at zur Verfügung.

Welche indirekten Unterstützungsmaßnahmen gibt es für Kultureinrichtungen und Künstlerinnen und Künstler?

Die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) hat ein Maßnahmenpaket geschnürt, um bei kurzfristigen Liquiditätsengpässen Dienstgeberinnen und Dienstgeber zu unterstützen.

Informationsseite der ÖGK 

Die österreichischen Sozialversicherungsträger (SVS) bieten Betroffenen die Möglichkeit, die Sozialversicherungsbeiträge stunden zu lassen oder in Raten zu bezahlen sowie die Beitragsgrundlage herabzusetzen. Zudem ist auch eine gänzliche oder teilweise Nachsicht der Verzugszinsen möglich.

Informationsseite der SVS: Maßnahmen im Beitragsbereich 

Bei Liquiditätsengpässen, die auf die Corona-Krise zurückzuführen sind, bietet das Finanzministerium Möglichkeiten für steuerliche Erleichterungen: 

Informationsseite und Vorlagen des Finanzministeriums betreffend Steuererleichterungen

Sonderregelungen des Finanzministeriums betreffend Coronavirus (PDF, 55 KB) (PDF)

Zur Sicherung der Liquidität von Veranstaltern soll in den nächsten Tagen eine entsprechende Verordnung in Kraft treten. Vorgesehen ist, dass für Tickets bis zu einem Wert von 70 Euro ein Gutschein ausgestellt wird. Für teurere Karten kann man sich bis zu 180 Euro auszahlen lassen. Ein etwaiger Betrag, der den addierten Gesamtwert von 250 Euro übersteigt, wird wiederum in einen Gutschein umgewandelt. Gültig sind diese bis Ende 2022. Wurden die Gutscheine bis dahin nicht konsumiert, hat man Anspruch auf eine Rückerstattung.

Was gilt für Veranstaltungen & Projekte?

Einen generellen Anspruch auf Entschädigung für entgangene Einnahmen gibt es nicht. Künstler und Kultureinrichtungen können sich an folgende Stellen wenden:
Covid 19-Fonds der Künstler-Sozialversicherung, den Härtefallfonds der WKÖ sowie an die entsprechenden Verwertungsgesellschaften. 

Bitte informieren Sie umgehend die zuständige Fachabteilung. Wir bemühen uns, unbürokratisch eine praktikable und treffsichere Lösung für jeden Förderfall zu finden. Unser Ziel ist, dass Veranstalterinnen und Veranstalter im Hinblick auf die Förderung durch eine Absage weder besser noch schlechter gestellt wird als bei der geplanten Abhaltung der Veranstaltung.

Wir ersuchen Sie, im Falle von notwendig gewordenen Absagen, Aufzeichnungen zu führen und alle diesbezüglichen Dokumentationen und Nachweise für die Abrechnung bereitzuhalten.

Erst nach Prüfung Ihrer Abrechnungsunterlagen und Feststellung der Plausibilität kann eine endgültige Auskunft erteilt werden. Grundsätzlich werden Sie ersucht, schadensmindernde Maßnahmen zu setzen und die Kosten möglichst gering zu halten. Wie mit bestimmten vertraglichen Verpflichtungen umzugehen ist, hängt vom Einzelfall ab (Art der Leistung, Stadium der Erfüllung, Verwertbarkeit für andere Vorhaben) und muss primär von Ihnen beurteilt werden.

Kann ein Vorhaben zeitlich und/oder inhaltlich nicht wie geplant durchgeführt werden, ersuchen wir Sie, die zuständige Fachabteilung zu informieren, damit eine Umwidmung vorgenommen werden kann. Sind mit der Verschiebung/Änderung Mehrkosten verbunden, bemühen wir uns, im Rahmen der budgetären Möglichkeiten mit Ihnen eine Lösung zu erarbeiten. Beachten Sie, dass sämtliche bereits entstandenen Kosten belegt werden müssen.

Nehmen Sie bei einer Absage, Verschiebung oder Veränderung unbedingt auch rasch Kontakt mit sämtlichen anderen fördernden Einrichtungen auf!
Wir sind mit den Kolleginnen und Kollegen aus den Bundesländern in Kontakt, um die Vorgangsweise im Interesse der Förderungsnehmerinnen und Förderungsnehmer bestmöglich abzustimmen.

Um die Liquidität der Kulturbetriebe sicherzustellen sind wir bemüht, bereits bewilligte Fördertranchen möglichst rasch auszuzahlen. Bitte informieren Sie die zuständige Fachabteilung.

Die bestehenden Einreichtermine bleiben aufrecht. Nachreichungen von detaillierten Informationen können auch nach der Frist übermittelt werden. Beiratssitzungen finden weiterhin statt.

Auch wenn bedingt durch die Corona-Krise nicht alle Aktivitäten stattfinden, kann die Jahresförderung im vollem Umfang ausbezahlt werden. Damit soll die Aufrechterhaltung des Betriebs und die Weiterbeschäftigung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sichergestellt werden.

Bitte nehmen Sie bei Verschiebungen oder Absagen umgehend Kontakt mit der Exekutivagentur für Bildung, Audivisuelles und Kultur (EACEA) auf und achten Sie auf eine genaue Dokumentation aller Änderungen. Die EACEA wird jeden Fall individuell prüfen. Es wird angeraten, wirtschaftlich und sparsam vorzugehen und Stornobedingungen bei Absagen zu befolgen. 

Bei EU-Kofinanzierungen durch das BMKOES informieren Sie bitte auch die zuständige Fachabteilung:
international-kultur@bmkoes.gv.at

Weitere Informationen:

 

Was ist bei der Abrechnung von Förderungen zu beachten?

Bitte informieren Sie rechtzeitig die entsprechende Fachabteilung und suchen Sie bei der Förderkontrolle per Mail um Fristverlängerung an.
Es genügt ein formloses E-Mail an foerderkontrolle32@bmkoes.gv.at mit einer kurzen Begründung und der Angabe eines realistischen Durchführungszeitpunkts.

  • Bitte achten Sie darauf, dass die Unterlagen vollständig sind.
  • Führen Sie die Geschäftszahl an.
  • Wenn möglich, ersuchen wir Sie, die Unterlagen elektronisch zu übermitteln.
    Bitte beachten Sie dabei die Höchstgrenze von 20 MB.

In Papierform eingelangte Nachweisunterlagen werden gesammelt und zu einem späteren Zeitpunkt bearbeitet.
 
Wir bemühen uns um rasche Bearbeitung aller Anliegen.