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Gender Pay Gap im Bundesdienst erneut gesunken

Kogler: "Vorreiterrolle im öffentlichen Dienst weiter ausbauen"

Am 1. Oktober 2021 wird der jährliche Einkommensbericht des Bundes veröffentlicht. Darin wird der sogenannte Gender Pay Gap – also der Einkommensunterschied zwischen Frauen und Männern – im Bundesdienst transparent dargestellt.

Werner Kogler, Vizekanzler und Minister für öffentlichen Dienst, zeigt sich erfreut: "Im Jahr 2020 ist der Einkommensunterschied im Bundesdienst mit 8,6 Prozent so gering wie noch nie. Wir sind damit schon auf einem guten Weg. Trotzdem möchte ich mich weiter für Einkommensgerechtigkeit und Lohntransparenz einsetzen und die Vorreiterrolle im öffentlichen Dienst ausbauen."

Ein wesentlicher Faktor, warum der Gender Pay Gap im Bundesdienst mit 8,6 Prozent deutlich unter jenem der Privatwirtschaft (mit 14,3 Prozent) liegt, sind die transparenten Gehaltsschemata im Bundesdienst. Sie bieten grundsätzlich keinen Spielraum für einkommensmäßige Ungleichbehandlung von Männern und Frauen. Darin liegt der wesentliche Vorteil im Vergleich zum privaten Sektor: Sowohl die eigene, als auch die Einstufung der Kolleginnen und Kollegen sind den Bediensteten bekannt.
Durch diese transparenten Gehaltsschemata bleibt kein Raum für verdeckte Überzahlungen, von denen in der Privatwirtschaft häufig Männer profitieren. Kogler sieht die Gleichstellungspolitik im öffentlichen Dienst als Vorbild und erläutert: "Wir wollen mit gutem Beispiel vorangehen und dafür werben, dass die Privatwirtschaft dem öffentlichen Dienst nachzieht – etwa beim Einsatz von transparenten Einkommensschemata und bei der besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie."

Im öffentlichen Dienst wird familienfreundliches Arbeiten – und zwar ganz explizit für Frauen und Männer – ermöglicht und es gibt Förderprogramme für Frauen in Führungspositionen. Denn der noch immer zu geringe Anteil von Frauen in Führungspositionen ist einer der Gründe für den Gehaltsunterschied im öffentlichen Dienst. Kogler betont: "Es ist mir persönlich ein Anliegen, Frauen und Männern gleiche Chancen und Möglichkeiten zu bieten und den Anteil von Frauen in leitenden Funktionen zu erhöhen. So konnten wir zum Beispiel in meinem Ministerium den Frauenanteil auf der zweiten Führungsebene von 37,5 auf rund 65 Prozent steigern."

Nach wie vor ist allerdings die Altersstruktur der Mitarbeiter:innen der Hauptgrund für den Einkommensunterschied von 8,6 Prozent zwischen Männern und Frauen: Männliche Bundesbedienstete sind im Schnitt älter als weibliche Bedienstete und verdienen durch ihr höheres (Dienst-)alter mehr.

(1.10.2021)