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Österreichischer Buchpreis

Das Ministerium für Kunst und Kultur, der Hauptverband des Österreichischen Buchhandels und die Arbeiterkammer Wien richten gemeinsam den jährlich zu vergebenden Österreichischen Buchpreis aus. Ziel des Wettbewerbs ist es, die Qualität und Eigenständigkeit der österreichischen Literatur zu würdigen und ihr im gesamten deutschsprachigen Raum die gebührende Aufmerksamkeit zu verschaffen. Der Preis ist mit insgesamt 45.000 Euro dotiert. Die Entscheidung über die Auszeichnungen des Österreichischen Buchpreises trifft eine unabhängige Fachjury. Teilnahmeberechtigt sind Verlage, die Mitglieder im Hauptverband des Österreichischen Buchhandels sind, im Börsenverein des Deutschen Buchhandels oder im Schweizer Buchhändler- und Verlegerverband.

Der Österreichische Buchpreis wurde 2020 bereits zum fünften Mal vergeben.

Xaver Bayer

Österreichischen Buchpreisträger 2020

Xaver Bayer

"Geschichten mit Marianne"

Buchcover Geschichten mit Marianne

Begründung der Jury:
„Ganz alltäglich und entspannt beginnen alle diese „Geschichten mit Marianne“, sie beginnen beim Abwaschen oder mit einem langweiligen Nachmittag, an dem Marianne den Erzähler zu einem Ausflug einlädt. Je harmloser der Anfang, desto grausamer und grotesker der weitere Verlauf. Jede Geschichte setzt neu an und lässt eine Gewissheit des Alltags ins Bodenlose kippen, und sei es der Gang in den Keller. Der Erzähler irrt durch den schlammigen Untergrund einer Riesenstadt, tastet sich im Dunklen durch ein ominöses Schloss oder beobachtet mit Marianne ein Massaker vom Wohnzimmer aus, nachdem er ihr beim Abwasch geholfen hat. Die literarische Moderne wird in diesen Geschichten aufgerufen und souverän in unterschiedlichen Genres eingesetzt – von der Horrorgeschichte bis zur Fantasy-Szenerie. Mit bösem, oft melancholischem Witz leuchtet Xaver Bayer die Angst-Räume unserer Zeit aus, denn immer wieder versinkt sein Held im Chaos, das in leuchtenden Details erzählt wird – letztlich bleibt ihm nur die eigene Fantasie als rettender Ort. Ein brillantes, facettenreiches Nachdenken über unsere Zeit.“

Leander Fischer

 

Debütpreis 2020

Leander Fischer

"Die Forelle"

Buchcover Die Forelle

Begründung der Jury:: „In seinem fast 800 Seiten starken Debütroman erweist sich Leander Fischer als äußerst wortgewaltiger Schriftsteller. Er kann sich über mehrere Seiten in kleinste Details des Fliegenfischens versenken und gleichzeitig zu sprachlichen Höhenflügen ansetzen. Fliegt er manchmal zu hoch? Doch, immer wieder. „Die Forelle“ ist das genaue Gegenteil der einfachen, schmucklosen Prosa, die heute in der erzählenden Literatur vorherrscht. Und genau das macht den Reiz der Lektüre aus. Kleine Abstürze mindern die berauschende Wirkung des Romans keineswegs. Fischers Werk ist nicht nur für kunstsinnige Fliegenfischer ein literarischer Leckerbissen. Angesiedelt hat es der Autor in den 1980ern, als die großen Supermärkte kleine Läden zu verdrängen begannen. „Die Forelle“ lässt sich auch als Antiheimatroman lesen, mit dem Waldsterben oder wild fechtenden Reserveburschenschaftern und dementsprechenden Bierdunst als thematischem Hintergrundrauschen. Diese österreichischen Kontinuitäten holen Fischers Prosa für kurze Zeit zurück auf den Boden der Tatsachen. Bis sie von neuem abhebt.“

 

Buchpreis 2020 - Alle Nominierungen

Shortlist 2020

Shortlist Debüt 2020

Longlist 2020

Bisherige Preisträgerinnen und Preisträger

2019
Buchpreis: Nobert Gstrein – Als ich noch jung war (Carl Hanser Verlag)
Debütpreis: Angela Lehner – Vater unser (Hanser Berlin)

2018
Buchpreis: Daniel Wisser – Königin der Berge (Jung und Jung)
Debütpreis: Marie Gamillscheg – Alles was glänzt (Luchterhand Verlag)

2017
Buchpreis: Eva Menasse – Tiere für Fortgeschrittene (Kiepenheuer & Witsch)
Debütpreis: Nava Ebrahimi – Sechzehn Wörter (btb Verlag)

2016
Buchpreis: Friederike Mayröcker – fleurs (Suhrkamp)
Debütpreis: Friederike Gösweiner – Traurige Freiheit (Droschl)

Informationen zur Einreichung:

Informationen zur Einreichung:

oesterreichischer-buchpreis.at