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Österreichischer Staatspreis für Kulturpublizistik

Der Österreichische Staatspreis für Kulturpublizistik wird im Zwei-Jahres-Rhythmus abwechselnd mit dem Österreichischen Staatspreis für Literaturkritik an eine Persönlichkeit vergeben, die sich durch hervorragende Beiträge auf dem Gebiet der Kulturpublizistik in Zeitungen und Zeitschriften, in den audiovisuellen Medien oder in Einzelpublikationen besonders ausgezeichnet hat. Der Preis ist derzeit mit 10.000 Euro dotiert.

Preisträger 2020: Thomas Macho

Thomas Macho
Thomas Macho Foto: Jan Dreer für IFK

Unter den Bedingungen einer Wissensgesellschaft, die in Expertinnen und Experten zerfällt, gelingt Thomas Macho in seinem Denken und Schreiben auf erstaunliche Weise zweierlei:

Er lässt sich von seiner Sympathie für Abzweigungen und Nebenwege leiten und bleibt zugleich auf eine Hauptfrage konzentriert – in seinem Fall: Tod und Sterblichkeit.

Er legt seinen Arbeiten ein Netz an Lektürereferenzen zugrunde, das einer übergreifenden Perspektive standhält und ihm erlaubt, stets mehrere kulturelle Felder in seineÜberlegungen mit einzubeziehen: Politik und Recht ebenso wie Philosophie und die Künste.

"Seinebesondere kulturpublizistische Leistung besteht nicht zuletzt in seinen klug gesetzten Zitaten. Wie kaum ein anderer weiß Thomas Macho die Verknüpfung menschlichen Handelns mit politischen, kunstgeschichtlichen und mythischen Narrativen sichtbar zu machen", so die Jury.

Mitglieder der Jury: Mag. Dieter Bandhauer, Dr. Martin Pollack, Mag. Andrea Fredriksson-Zederbauer

Zur Person
Geboren 1952 in Wien, Studium der Philosophie, Musikwissenschaft und Pädagogik an der Universität Wien, Promotion 1976 und Habilitation 1983.
Von 1993 bis 2016 Professor für Kulturgeschichte an der Humboldt-Universität Berlin,
von 2008 bis 2009 Senior Fellow am Internationalen Kolleg für Kulturtechnikforschung und Medienphilosophie in Weimar,
von 2008 bis 2017 konzeptueller Berater am Zentrum für Literatur- und Kulturforschung Berlin.
Seit 2009 ist Macho Mitglied des wissenschaftlichen Beirats des Internationalen Kollegs Morphomate – Genese, Dynamik und Medialität kultureller Figurationen an der Universität Köln.
Seit 2010 ist er Mitglied der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste und
seit 2012 Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats des Minerva Center for Interdisciplinary Study of End of Life an der Universität Tel Aviv.
Seit 2016 ist Macho außerdem Direktor des Internationalen Forschungszentrums Kulturwissenschaften Wien.

Zuletzt erschienen
"Das Leben nehmen. Suizid in der Moderne" (Berlin 2017), "Unter die Haut: Tätowierungen als Logo- und Piktogramm" (Paderborn 2017), "Schwein. Ein Portrait" (Berlin 2015), "BONDS. Schuld, Schulden und andere Verbindlichkeiten" (München 2014), "Gespräche über Gott, Geist und Geld" (München 2014)

Bisherige Preisträgerinnen und Preisträger

  • 2018 Martin Pollack
  • 2016 Alfred Noll
  • 2014 Peter Strasser
  • 2012 Hazel Rosenstrauch
  • 2010 Ernst Strouhal
  • 2008 Robert Misik
  • 2006 Paul Lendvai
  • 2004 Peter Huemer
  • 2002 Adolf Holl
  • 2000 Rudolf Burger
  • 1998 Robert Menasse
  • 1996 Konrad Paul Liessmann
  • 1994 Karl-Markus Gauß
  • 1993 Alfred Kolleritsch, Kristian Sotriffer
  • 1992 Sigrid Löffler, Wieland Schmied
  • 1991 Volkmar Parschak, Elizabeth T. Spira
  • 1990 Antonio Fian, Walter Jens
  • 1989 Otto F. Beer, John Berger
  • 1988 Benjamin Henrichs, Erika Weinzierl
  • 1987 Kurt Blaukopf
  • 1986 Hans Heinz Hahnl
  • 1985 Franz Schuh
  • 1984 Friedrich Achleitner
  • 1983 Wolfgang Kraus
  • 1982 Hans Weigel
  • 1981 Otto Basil
  • 1980 Edwin Hartl
  • 1979 Günther Anders, Piero Rismondo

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