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Großer Österreichischer Staatspreis

Über den Preis

Der Große Österreichische Staatspreis ist die höchste Auszeichnung, die die Republik Österreich einer Künstlerin oder einem Künstler für ein künstlerisch besonders herausragendes Lebenswerk verleiht.

Der aus 21 Mitgliedern bestehende Österreichische Kunstsenat nominiert jährlich eine Künstlerpersönlichkeit aus den Bereichen Architektur, Bildende Kunst, Literatur oder Musik ohne festgelegtes Rotationsprinzip für den Staatspreis. Vergeben wird der Preis seit dem Jahr 1950. Bis 1970 wurden jährlich mehrere Staatspreise vergeben, seit dem Jahr 1971 nur mehr ein Staatspreis pro Jahr.

Der Große Österreichische Staatspreis ist derzeit mit 30 000 Euro dotiert.

In der Sparte Bildende Kunst wurde der Große Österreichische Staatspreis insgesamt erst vier Mal an Künstlerinnen verliehen:  Martha Jungwirth (2021), Maria Lassnig (1988), Brigitte Kowanz (2009) und Renate Bertlmann (2017).

Preisträgerin 2021: Martha Jungwirth

Großer Staatspreis 2021 für Martha Jungwirth - Foto: Peter LECHNER

Martha Jungwirth, 1940 in Wien geboren, studierte an der Hochschule für angewandte Kunst in Wien, wo sie auch unterrichtete. 1968 bildete sie mit Franz Ringel, Peter Pongratz, Wolfgang Herzig, Robert Zeppel-Sperl und Kurt Kocherscheidt die Gruppe "Wirklichkeiten" und wurde einer breiteren Öffentlichkeit bekannt.
In den 1960er-Jahren lebte Martha Jungwirth für einige Monate in New York, kehrte aber dann nach Österreich zurück. Jungwirths Werke wurden mehrfach in großen Ausstellungen gezeigt, unter anderem auf der documenta 6.
Den Durchbruch brachte eine umfassende Retrospektive 2014 in der Kunsthalle Krems. In der Wiener Albertina war 2018 erstmals eine Personale zu sehen. Im Herbst 2021 war in der Galerie Ropac in Paris eine Einzelausstellung zu sehen.

Begründung der Jury

Martha Jungwirth hat trotz einer kontinuierlich erfolgreichen Karriere von fast sechs Jahrzehnten erst spät in großem Maße die ihr gebührende Anerkennung durch Künstlerkolleglnnen und Kuratorlnnen erfahren, wobei sie sich nie sonderlich für den Kunstmarkt und seine Gesetze interessierte, ja sich bewusst distanzierte.

Ihr Potenzial wurde schon 1970 von Robert Motherwell erkannt, der sie als eine der weltweit besten Malerinnen ihrer Zeit lobte. 2010 hat Albert Oehlen sie bei einer Neuhängung der Sammlung Essl in die erste Reihe gerückt und begeistert zur Zusammenarbeit eingeladen. Sie erhielt bereits in jungen Jahren Auszeichnungen für ihr Schaffen und ihr Werk wurde immer wieder mit Preisen gewürdigt, zuletzt mit dem Oskar-Kokoschkapreis 2018.

Martha Jungwirth erfährt heute mit ihrer einzigartigen und wiedererkennbaren Bildsprache poetischer Abstraktion den Respekt und die Bewunderung von Künstlerkolleglnnen aller Altersstufen. Sie ist eine Malerin von Weltformat.

Preisträgerinnen und Preisträger Architektur

  • 2020 Laurids und Manfred Ortner
  • 2015 Elke Delugan-Meissl und Roman Delugan
  • 2011 Heinz Tesar
  • 2004 Günther Domenig
  • 2000 Wilhelm Holzbauer
  • 1999 Wolf D. Prix [Coop Himmelb(l)au]
  • 1983 Hans Hollein
  • 1975 Karl Schwanzer
  • 1971 Gustav Peichl
  • 1967 Franz Schuster
  • 1965 Josef Frank
  • 1962 Roland Rainer
  • 1958 Erich Boltenstern
  • 1954 Max Fellerer
  • 1953 Clemens Holzmeister
  • 1950 Josef Hoffmann

Preisträgerinnen und Preisträger Bildende Kunst

  • 2021 Martha Jungwirth
  • 2017 Renate Bertlmann
  • 2013 Erwin Wurm
  • 2009 Brigitte Kowanz
  • 2008 Karl Prantl
  • 2005 Hermann Nitsch
  • 2003 Siegfried Anzinger
  • 1997 Christian Ludwig Attersee
  • 1996 Günter Brus
  • 1993 Bruno Gironcoli
  • 1988 Maria Lassnig
  • 1985 Walter Pichler
  • 1980 Friedensreich Hundertwasser
  • 1978 Arnulf Rainer
  • 1973 Joannis Avramidis
  • 1969 Rudolf Hoflehner
  • 1968 Kurt Moldovan
  • 1966 Hans Fronius
  • 1965 Sergius Pauser
  • 1963 Arnold Clementschitsch
  • 1962 Josef Dobrowsky
  • 1960 Ferdinand Kitt, Max Weiler
  • 1958 Toni Schneider-Manzell
  • 1957 Karl Sterrer
  • 1956 Alfred Wickenburg
  • 1955 Oskar Kokoschka, Fritz Wotruba
  • 1954 Herbert Boeckl
  • 1952 Albert Paris Gütersloh
  • 1951 Alfred Kubin

Preisträgerinnen und Preisträger Literatur

  • 2018 Florjan Lipuš
  • 2016 Gerhard Roth
  • 2012 Peter Waterhouse
  • 2007 Josef Winkler
  • 2001 Gert Jonke
  • 1998 Andreas Okopenko
  • 1995 Ilse Aichinger
  • 1994 Wolfgang Bauer
  • 1991 Gerhard Rühm
  • 1989 Oswald Wiener
  • 1987 Peter Handke
  • 1984 Ernst Jandl
  • 1982 Friederike Mayröcker
  • 1979 Friedrich Torberg
  • 1977 Manès Sperber
  • 1974 Hans Carl Artmann
  • 1972 Friedrich Heer
  • 1970 Christine Lavant
  • 1969 Christine Busta
  • 1968 Ingeborg Bachmann
  • 1967 Elias Canetti
  • 1966 Fritz Hochwälder
  • 1964 Johannes Urzidil
  • 1963 Kurt Frieberger
  • 1962 George Saiko
  • 1961 Albert Paris Gütersloh, Alexander Lernet-Holenia
  • 1959 Carl Zuckmayer
  • 1958 Imma von Bodmershof
  • 1957 Heimito von Doderer, Franz Karl Ginzkey
  • 1956 Franz Nabl
  • 1955 Franz Theodor Csokor
  • 1954 Max Mell
  • 1953 Rudolf Henz
  • 1952 Martina Wied
  • 1951 Felix Braun
  • 1950 Josef Leitgeb

Preisträgerinnen und Preisträger Musik

  • 2019 Thomas Larcher
  • 2014 Beat Furrer
  • 2010 Olga Neuwirth
  • 2006 Georg Friedrich Haas
  • 2002 Hans Karl Gruber
  • 1992 Kurt Schwertsik
  • 1990 György Ligeti
  • 1986 Friedrich Cerha
  • 1981 Roman Haubenstock-Ramati
  • 1976 Cesar Bresgen
  • 1970 Marcel Rubin
  • 1969 Anton Heiller
  • 1968 Erich Marckhl
  • 1967 Karl Schiske
  • 1966 Hanns Jelinek
  • 1965 Gottfried von Einem
  • 1963 Ernst Krenek
  • 1961 Egon Wellesz
  • 1959 Theodor Berger, Alfred Uhl
  • 1957 Hans Gál
  • 1956 Hans Erich Apostel, Otto Siegl
  • 1955 Josef Matthias Hauer
  • 1953 Johann Nepomuk David
  • 1951 Egon Kornauth
  • 1950 Joseph Marx