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Großer Österreichischer Staatspreis

Über den Preis

Der Große Österreichische Staatspreis ist die höchste Auszeichnung, die die Republik Österreich einer Künstlerin oder einem Künstler für ein künstlerisch besonders herausragendes Lebenswerk verleiht. Der aus 21 Mitgliedern bestehende Österreichische Kunstsenat nominiert jährlich eine Künstlerpersönlichkeit ohne festgelegtes Rotationsprinzip aus den Bereichen Architektur, Bildende Kunst, Literatur oder Musik für den Staatspreis.

Der Große Österreichische Staatspreis ist derzeit mit 30 000 Euro dotiert. Er wird seit dem Jahr 1950 vergeben. Bis 1970 wurden jährlich mehrere Staatspreise vergeben, seit dem Jahr 1971 nur mehr ein Staatspreis pro Jahr.

Preisträger 2020

Architekten Laurids Ortner und Manfred Ortner

Laurids und Manfred Ortner

Auf Vorschlag des Österreichischen Kunstsenats wird die höchste Auszeichnung der Republik Österreich für ein künstlerisch herausragendes Lebenswerk den Architekten Laurids und Manfred Ortner zuerkannt.

In seiner Begründung führt der Kunstsenat an: "Ortner & Ortner Baukunst steht für eine Architektur, die – ohne Anbiederung – mit der Stadt, mit der historischen Substanz kommuniziert und auf ideologische Einschreibungen und Umbruchsituationen reagiert. Ortner & Ortner vollziehen das mit zeichenhaften Bauten, großen kompakten Monolithen. Die Fassaden aus z. B. Ziegel, Backstein oder Basalt und deren differenzierte Texturen sind ebenso immer neu gewählte Antworten auf den jeweiligen Ort.“

1990 gewannen Laurids und Manfred Ortner den Architekturwettbewerb für eines der weltweit größten Kunst- und Kulturzentren, das MuseumsQuartier in Wien, und erhielten in der Folge den Auftrag zum Bau des Quartiers mit den drei Kunstbauten: mumok – Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien, Leopold Museum und Kunsthalle Wien. Obwohl die ursprünglichen Pläne teilweise geändert bzw. gar nicht realisiert werden konnten (Leseturm), eröffnete 2001 das MuseumsQuartier und brachte den Architekten internationale Anerkennung.

Das Aufgabenfeld von Ortner & Ortner hat sich ständig erweitert. Das Büro hat Standorte in Wien, Köln und Berlin. Bedeutende Kulturbauten sind u.a.  die Sächsische Landes-, Staats- und Universitätsbibliothek Dresden, das Schiffbau – Theater und Kulturzentrum Zürich, die Galerie unter Strom, Potsdam. 2014 wurde im Duisburger Hafen Deutschlands größtes Archivgebäude, das Landesarchiv Nordrhein-Westfalen, eröffnet. Unter den zahlreichen Büro- und Wohnbauten sind u.a. ARD Hauptstadtstudio, City Tower Wien, Pariser Platz Berlin sowie Einkaufszentren u.a. Alexa Berlin, Lilien-Carré Wiesbaden, Forum Duisburg, Boulevard Berlin.

Libelle im Museumsquartier Luftbild

Über den Dächern Wiens entsteht ein neuer Raum für Kunst- und Kulturprojekte.

Voraussichtlich wird die „Libelle“ am Dach des Leopold Museums im MuseumsQuartier Wien 2020 eröffnet. Dieser Pavillon wurde von Ortner & Ortner in Zusammenarbeit mit den Künstlerinnen Brigitte Kowanz und Eva Schlegel entwickelt.

Zu den Personen

Laurids Ortner
geboren 1941 in Linz, absolvierte ein Architekturstudium an der Technischen Universität Wien.
1967 Mitbegründer der Architekten- und Künstlergruppe Haus-Rucker-Co in Wien.
1976 bis 1987 Professor an der Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung in Linz.
1987 bis 2011 Professor für Baukunst an der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf.
 
Manfred Ortner
geboren 1943 in Linz, studierte zunächst Malerei und Kunsterziehung an der Akademie der bildendenden Künste Wien.
1971 bis 1987 Atelier Haus-Rucker-Co in Düsseldorf mit Günter Zamp Kelp und Laurids Ortner.
1994 bis 2012 Professor für Entwerfen, Architekturfakultät FH Potsdam.
 

Preisträgerinnen und Preisträger Architektur

  • 2015 Elke Delugan-Meissl und Roman Delugan
  • 2011 Heinz Tesar
  • 2004 Günther Domenig
  • 2000 Wilhelm Holzbauer
  • 1999 Wolf D. Prix [Coop Himmelb(l)au]
  • 1983 Hans Hollein
  • 1975 Karl Schwanzer
  • 1971 Gustav Peichl
  • 1967 Franz Schuster
  • 1965 Josef Frank
  • 1962 Roland Rainer
  • 1958 Erich Boltenstern
  • 1954 Max Fellerer
  • 1953 Clemens Holzmeister
  • 1950 Josef Hoffmann

Preisträgerinnen und Preisträger Bildende Kunst

  • 2017 Renate Bertlmann
  • 2013 Erwin Wurm
  • 2009 Brigitte Kowanz
  • 2008 Karl Prantl
  • 2005 Hermann Nitsch
  • 2003 Siegfried Anzinger
  • 1997 Christian Ludwig Attersee
  • 1996 Günter Brus
  • 1993 Bruno Gironcoli
  • 1988 Maria Lassnig
  • 1985 Walter Pichler
  • 1980 Friedensreich Hundertwasser
  • 1978 Arnulf Rainer
  • 1973 Joannis Avramidis
  • 1969 Rudolf Hoflehner
  • 1968 Kurt Moldovan
  • 1966 Hans Fronius
  • 1965 Sergius Pauser
  • 1963 Arnold Clementschitsch
  • 1962 Josef Dobrowsky
  • 1960 Ferdinand Kitt, Max Weiler
  • 1958 Toni Schneider-Manzell
  • 1957 Karl Sterrer
  • 1956 Alfred Wickenburg
  • 1955 Oskar Kokoschka, Fritz Wotruba
  • 1954 Herbert Boeckl
  • 1952 Albert Paris Gütersloh
  • 1951 Alfred Kubin

Preisträgerinnen und Preisträger Literatur

  • 2018 Florjan Lipuš
  • 2016 Gerhard Roth
  • 2012 Peter Waterhouse
  • 2007 Josef Winkler
  • 2001 Gert Jonke
  • 1998 Andreas Okopenko
  • 1995 Ilse Aichinger
  • 1994 Wolfgang Bauer
  • 1991 Gerhard Rühm
  • 1989 Oswald Wiener
  • 1987 Peter Handke
  • 1984 Ernst Jandl
  • 1982 Friederike Mayröcker
  • 1979 Friedrich Torberg
  • 1977 Manès Sperber
  • 1974 Hans Carl Artmann
  • 1972 Friedrich Heer
  • 1970 Christine Lavant
  • 1969 Christine Busta
  • 1968 Ingeborg Bachmann
  • 1967 Elias Canetti
  • 1966 Fritz Hochwälder
  • 1964 Johannes Urzidil
  • 1963 Kurt Frieberger
  • 1962 George Saiko
  • 1961 Albert Paris Gütersloh, Alexander Lernet-Holenia
  • 1959 Carl Zuckmayer
  • 1958 Imma von Bodmershof
  • 1957 Heimito von Doderer, Franz Karl Ginzkey
  • 1956 Franz Nabl
  • 1955 Franz Theodor Csokor
  • 1954 Max Mell
  • 1953 Rudolf Henz
  • 1952 Martina Wied
  • 1951 Felix Braun
  • 1950 Josef Leitgeb

Preisträgerinnen und Preisträger Musik

  • 2014 Beat Furrer
  • 2010 Olga Neuwirth
  • 2006 Georg Friedrich Haas
  • 2002 Hans Karl Gruber
  • 1992 Kurt Schwertsik
  • 1990 György Ligeti
  • 1986 Friedrich Cerha
  • 1981 Roman Haubenstock-Ramati
  • 1976 Cesar Bresgen
  • 1970 Marcel Rubin
  • 1969 Anton Heiller
  • 1968 Erich Marckhl
  • 1967 Karl Schiske
  • 1966 Hanns Jelinek
  • 1965 Gottfried von Einem
  • 1963 Ernst Krenek
  • 1961 Egon Wellesz
  • 1959 Theodor Berger, Alfred Uhl
  • 1957 Hans Gál
  • 1956 Hans Erich Apostel, Otto Siegl
  • 1955 Josef Matthias Hauer
  • 1953 Johann Nepomuk David
  • 1951 Egon Kornauth
  • 1950 Joseph Marx