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Allgemeines zu den Kulturinstitutionen

Für einige österreichische Kulturinstitutionen kommt dem Bund aus historischen beziehungsweise vertraglichen Gründen direkt oder indirekt die Rolle des Eigentümers zu. Diese Bundeskulturinstitutionen agieren in ihrer künstlerischen und organisatorischen Gestaltung eigenständig, erhalten aber zur Aufrechterhaltung ihrer Leistungen für die Öffentlichkeit substantielle Mittel aus dem Bundesbudget. Für das Bundesministerium bedeutet dies in erster Linie die Wahrnehmung der Kontrolle der wirtschaftlichen Gebarung und der Einhaltung der rechtlichen Vorgaben im Interesse der Republik, aber auch die Verantwortung für die Schaffung geeigneter Rahmenbedingungen.

In den letzten Jahren wurden eine Reihe von Maßnahmen zur Etablierung einer effektiven Public Corporate Governance und effizienteren Betreuung und Controllings gesetzt. Die entsprechenden Regelwerke der Bundesmuseen und der Österreichischen Nationalbibliothek werden laufend überarbeitet. Mit überarbeiteten Geschäftsordnungen der Kuratorien und der Geschäftsführungen wurden transparentere einheitliche Regeln für diese Organe geschaffen. Weitere Beispiele sind: einheitliche und neu abgestimmte Museumsordnungen (2011), ein neuer Public Corporate Governance Kodex des Bundes (zuletzt 2017 angepasst), neue Compliance-Vorgaben (2017), Rahmen-Zielvereinbarungen (3-jährig) und ein neu adaptiertes Quartalscontrolling (seit 2020). 

Im September 2015 trat eine Novelle des Bundesgesetzes über die Neuorganisation der Bundestheater in Kraft. Damit wurde die Funktion der Bundestheater-Holding als strategische Management-Holding für die Tochtergesellschaften festgelegt, verpflichtende Mehrjahresplanungen und der Abschluss von Ziel- und Leistungsvereinbarungen eingeführt.

Die Bundestheater setzen den Corporate Governance Kodex des Bundes um. Seit 2016 gilt darüber hinaus ein eigener Compliance Kodex des Bundestheaterkonzerns.

Der freie Eintritt für Kinder und Jugendliche in die Bundesmuseen (Initiative "Freier Eintritt bis 19") hat sich sehr gut bewährt und deutlich mehr Besucher:innen aller Altersstufen zur Kultur gebracht. Mit der Bundesmuseencard wurde ein gemeinsames Ticket für die Bundesmuseen und die Nationalbibliothek geschaffen. Eine Reihe von unterstützenden baulichen Maßnahmen erhöhte Attraktivität und Sicherheit für Besucher:innen und Mitarbeiter:innen.