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Europäisches Kulturerbe-Siegel

Die Europäische Union zeichnet seit dem Jahr 2014 Stätten aus, die eine starke Symbolkraft für die gemeinsame Geschichte, Einigung und Identität Europas haben. Dazu zählen Denkmäler, Gedenkstätten, archäologische und industrielle Stätten, Kulturlandschaften, Kulturgüter oder immaterielles Kulturerbe. Das Siegel rückt europäische Errungenschaften und Werte in den Fokus, wie Frieden, Freiheit, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Toleranz und Solidarität und schlägt von historischen Ereignissen eine Brücke in die Gegenwart.

Bislang wurden 48 Stätten EU-weit ausgezeichnet, darunter Carnuntum (2014), die Hofburg Wien (2016),) und die Werkbundsiedlungen (2020).

Bewerbung ist jetzt möglich

Das Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport führt bereits zum fünften Mal eine öffentliche Ausschreibung durch. Der Auswahlprozess ist zweistufig; nach der nationalen Vorauswahl entscheidet eine EU-Jury über die Vergabe des Siegels. Interessierte Institutionen können sich bis zum 31. Dezember 2020 in der Abteilung IV/10 bewerben:
E-Mail: international-kultur@bmkoes.gv.at  

Bewerbungsunterlagen

Die Anträge werden von unabhängigen Expertinnen und Experten begutachtet und deren Empfehlung Staatssekretärin Mag.a Andrea Mayer zur Entscheidung vorgelegt. Die Nominierung gegenüber der Europäischen Kommission erfolgt spätestens zum 1. März 2021, die Entscheidung der EU-Jury soll Ende 2021 bekannt gegeben werden. Die Verleihungszeremonie in Brüssel findet dann im Frühjahr 2022 statt.

Auswahlkriterien

Als wichtigster Leitsatz gilt: die Stätte muss von europäischer Bedeutung sein und das eingereichte Projekt soll sich an ein europäisches Publikum richten.

Die Auswahlkriterien sind im EU-Beschluss 1194/2011/EU (PDF 467 KB) geregelt und in den Leitlinien für Bewerberstätten (PDF 516 KB) näher erläutert.

Die früheren Berichte der EU-Jury werden zur Lektüre empfohlen, da sie viele Hinweise für eine erfolgreiche Bewerbung erhalten.

Europäische Dimension der Stätte:

  • Bedeutung der Stätte für die Geschichte Europas oder für den Aufbau der EU sowie ihre Verbindung zu maßgeblichen europäischen Ereignissen, Persönlichkeiten oder Bewegungen
  • Bedeutung der Stätte für europäische Werte, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Toleranz und Solidarität

Durchführung eines Projekts:

  • Aktivitäten für ein europäisches Publikum
  • Fokus auf junge Menschen

Verwaltung der Stätte:

  • solides Management und Strukturen
  • gute Besucherinfrastruktur und mehrsprachige Informationen
  • Kommunikations- und Tourismusstrategie
  • Vernetzung mit anderen Stätten

Links

Berichte

Beschlüsse und Leitlinien

Kontakt

Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport
Abteilung IV/10 - Europäische und internationale Kulturpolitik
Mag.a Meena Lang
Telefon: +43 1 71 606 851114
E-Mail: meena.lang@bmkoes.gv.at