Auf unserer Website werden keine Erstanbietercookies gesetzt.
Allerdings müssen Sie bei einigen unserer Seiten auch Cookies von externen Anbietern akzeptieren, um deren Inhalte anzuzeigen. Genauere Informationen finden Sie im Bereich Datenschutz unter Cookies von Drittanbietern.

Auf unserer Website werden keine Erstanbietercookies gesetzt.
Allerdings müssen Sie bei einigen unserer Seiten auch Cookies von externen Anbietern akzeptieren, um deren Inhalte anzuzeigen. Genauere Informationen finden Sie im Bereich Datenschutz unter Cookies von Drittanbietern.

Auf unserer Website werden keine Erstanbietercookies gesetzt.
Allerdings müssen Sie bei einigen unserer Seiten auch Cookies von externen Anbietern akzeptieren, um deren Inhalte anzuzeigen. Genauere Informationen finden Sie im Bereich Datenschutz unter Cookies von Drittanbietern.

Kunstbiennale 2022 in Venedig - Österreichischer Pavillon eröffnet: Jakob Lena Knebl und Ashley Hans Scheirl schaffen "Begehrensräume"

Österreich erweitert erstmals um Nebenschauplatz in Wien

Biennale Venedig 2022: Österreich-Pavillon eröffnet mit Jakob Lena Knebl und Ashley Hans Scheirl

Der Österreichischer Pavillon auf der 59. Architekturbiennale in Venedig ist eröffnet. Die internationale Kunstausstellung findet vom 23. April  - 27. November 2022 statt.

Staatsekretärin Andrea Mayer:

"Die Biennale Arte in Venedig ist die umfassendste und wichtigste internationale Ausstellung bildender Kunst. Die Biennale lebt von der demokratischen Grundidee, von individuellen Rechten in einer Gesellschaft, von Meinungsfreiheit, künstlerischer Freiheit und Persönlichkeitsrechten. Mutige und reflektierte künstlerische Beiträge, wie der im österreichischen Pavillon der Biennale di Venezia 2022, schulen unser Auge und unseren Geist, unser Verständnis von der Welt und den herrschenden Zuständen. Die Einladung und Entscheidung, dass Jakob Lena Knebl und Ashley Hans Scheirl die Ausstellung im Österreich-Pavillon auf dieser 59. Kunstbiennale gestalten, kuratiert von Karola Kraus, war goldrichtig.

Mit der Ausstellung Invitation of the Soft Machine and Her Angry Body Parts treffen Sie das Motto der Biennale The Milk of Dreams und beweisen wieder, wie spannungsreich und überraschend sie relevante Themen unserer Zeit inszenieren können. Fragestellungen nach gesellschaftlicher Identität, künstlerischem Ausdruck und formaler Stringenz werden selbstreflexiv, weltoffen und überaus humorvoll verhandelt.

Nicht ohne Stolz bin ich der Meinung, dass unser Pavillon 2022 ein großartiges, äußerst kreatives, geradezu schrilles Energiekraftwerk ist. Hier wird keine Besucherin, kein Besucher ohne bleibenden Eindruck hinausgehen."

 Eröffnungsrede von Staatssekretärin Andrea Mayer bei der Biennale 2022 (PDF, 572 KB)

Jakob Lena Knebl und Ashley Hans Scheirl, Foto: Christian Benesch
Ashley Hans Scheirl und Jakob Lena Knebl, Foto: Christian Benesch

Unter dem Titel Invitation of the Soft Machine and Her Angry Body Parts konzipiert das Duo installative Settings, in denen sich ihr gesamter künstlerischer Kosmos ausbreitet – von Malereien, Skulpturen und Fotografien über Textilarbeiten, Schrift und Video bis hin zu einer Modekollektion und einer Publikation in Form eines Magazins.

Diese Begehrensräume konterkarieren konventionelle Vorstellungen musealer Präsentationen und unterlaufen die Hierarchien von Kunst und Design, von High und Low. Sie analysieren die Operationen des Mechanismus, der zum Co-Produzenten von Identitätskonstruktionen wird, sowie die Rolle des Begehrens und der sinnlichen Erfahrung darin.

Indem die Idee der Befreiung von Konventionen reflektiert wird, entstehen für die Betrachter:innen, die zu Akteur:innen in den Szenografien werden, spielerisch erfahrbare Räume.

So zeigt sich die Installation von Ashley Hans Scheirl als begehbares Selbstporträt als Maler:in. Wie im Proszenium eines Theaters staffeln sich flache Kulissenelemente, die gleichzeitig die Schichten dieser aufgeklappten Malerei sind. Diese Szenerie besteht aus architektonischen Interventionen, Malereien, bedruckten Tapeten und Objekten aus verschiedenen Materialien. Es ist eine betretbare, zugängliche Malerei und gleichzeitig eine Theaterbühne, die in den Zuschauerraum, ja sogar darunter versetzt wird, denn es ist eine architektonische Besonderheit des Pavillons, dass man vom Eingang her über zwei Stufen in die beiden vertieft liegenden Haupträume steigt.

Brücke Venedig nach Österreich: Phileas ist Nebenschauplatz in Wien

Zum ersten Mal wird mit Jakob Lena Knebl und Ashley Hans Scheirl der Österreichische Pavillon in Venedig um einen Nebenschauplatz erweitert und zeitgleich in Wien bespielt. Phileas wird das umfangreiche Rahmenprogramm, das während der 59. Biennale von Venedig stattfindet, über die Sommermonate hindurch in Wien begleiten - als Brücke von Venedig nach Österreich.

Am 6. Mai 2022 eröffnet Phileas am Opernring 17 in Wien einen öffentlichen Ausstellungsraum, im Erdgeschoss eines historischen Gebäudes in direkter Nachbarschaft zur Akademie der bildenden Künste, den Galerien der Eschenbachgasse und Institutionen wie der Secession, der Albertina, dem mumok und der Kunsthalle Wien. Der Ausstellungsraum wird durch eine Förderung des österreichischen Bundesministeriums für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport ermöglicht.

"Ich freue mich ganz besonders, dass wir diesen neuartigen Ausstellungsraum ermöglichen und eine Version der Biennale-Ausstellung zeitgleich in Wien präsentieren können. So bietet sich der breiteren Bevölkerung in Österreich die Gelegenheit, die aufwendige Bespielung des Pavillons zu erleben – nicht als Ersatz für Venedig, vielmehr als Appetitanreger", so Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer.

Am neuen Standort präsentiert Phileas dann künftig laufend Ausstellungen österreichischer oder in Österreich lebender Künstler:innen. Die Auswahl basiert auf den Projekten die Phileas weltweit mit Biennalen und Museen, meist in Zusammenarbeit mit dem Kulturressort, koproduziert.

Diese internationalen Projekte sind für die beteiligten Künstler:innen von großer Bedeutung, bleiben der österreichischen Öffentlichkeit aber aufgrund der räumlichen Entfernung oftmals weitgehend unbekannt.

Jede Ausstellung wird von einem breitgefächerten Vermittlungsprogramm – von Filmvorführungen, Publikationspräsentationen bis hin zu Performances und Podiumsdiskussionen – begleitet. Für Schulklassen und jüngere Besuchsgruppen werden spezielle Programme entwickelt. Das Ausstellungs- und Veranstaltungsprogramm ist frei zugänglich.

Mehr zum Thema

(21.4.2022)