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Baukulturpolitik in den Bundesländern

Bereits vor den Baukulturellen Leitlinien des Bundes (PDF, 184 KB) wurden ähnliche strategische Dokumente in einzelnen Bundesländern erarbeitet. Den Beginn machte die Steiermark im Jahr 2009. Die Baupolitischen Leitsätze des Landes Steiermark wurden am 27. Oktober 2009 einstimmig von der Steiermärkischen Landesregierung beschlossen. Der Anlass für ihre Erstellung war die Veröffentlichung des Ersten Österreichischen Baukulturreports 2006. In den Jahren 2012-2014 wurden in Wien die Baukulturellen Leitsätze für Wien erarbeitet.

Seither erfolgen Vertiefungen zu unterschiedlichen Themenfeldern:

  • Baukultur und Bildung (2014/15),
  • Baukultur und Klima (2017/18),
  • Baukultur und Sicherheit (2018/19),
  • Baukultur und Kunst (2020/21).

Ausgehend von den Baukulturellen Leitlinien des Bundes wurde im 2018 erschienenen Kulturentwicklungsplan des Landes Salzburg die Anwendung der Baukulturellen Leitlinien des Bundes verankert und es wurden prioritäre Maßnahmen für Salzburg definiert.

Das Land Kärnten hat 2018 den Beschluss gefasst, die Baukulturellen Leitlinien des Bundes auf den Wirkungsbereich des Landes zu adaptieren und hat dafür den umfangreichen Prozess Baukultururelle Leitlinien für Kärnten mit zahlreichen unterschiedlichen Veranstaltungen gestartet. Im Juni 2020 erfolgte der Beschluss. Verankert ist in dem Dokument, dass die Auszahlung von Fördermitteln im Baubereich zukünftig an qualitativ hochwertige Projektentwicklungen und an die tatsächlich umgesetzte Qualität der Bauten gekoppelt wird. Der Begriff "Baukultur“ wird darüber hinaus als Qualitätskriterium in allen Förderschienen (WBF, Schulbaufonds, KWF-Mittel, EU, etc.) verankert.

Das Land Vorarlberg hat 2018/19 gemeinsam mit zahlreichen Expertinnen und Experten das Raumbild Vorarlberg 2030 erarbeitet. Es ist ein strategisches Leitbild und bindender Handlungsrahmen für zukünftige raumbezogene Planungen von Land, Regionen und Gemeinden. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei in der Stärkung der regionalen Zusammenarbeit, der abgestimmten Entwicklung von Siedlung und Mobilität, sowie den Themenbereichen Wirtschaft, Tourismus, Land- und Forstwirtschaft und dem Erhalt von Freiraum und Landschaft.

Nicht nur von Bundesländern, auch von Regionen wird aktiv Baukulturpolitik betrieben. Sehr aktiv ist dabei das Römerland Carnuntum, ein Zusammenschluss von 28 Gemeinden.

Aufbauend auf den Baukulturellen Leitlinien des Bundes wurde 2017 der Zukunftsprozess LENA - Unseren LEbensraum gemeinsam NAchhaltig gestalten (PDF, 5 MB) gestartet, bei dem Szenarien für eine gute Zukunft im Jahr 2040 entworfen werden.