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Baukultur in Europa

Seit den 1990er-Jahren gibt es auf europäischer Ebene verstärkte Bemühungen das Thema Baukultur breiter ins Bewusstsein zu rücken. Einen Überblick über die Aktivitäten sowohl auf europäischer Ebene als auch in den einzelnen EU-Ländern bietet das 2012 erschienene Rechercheergebnis Survey on Architectural Policies in Europe.

Einen wichtigen Meilenstein markiert die im Januar 2018 von den Europäischen Kulturministerinnen und Kulturministern unterzeichnete Davos Deklaration zur Baukultur.

Die gemeinsamen Anstrengungen auf europäischer Ebene werden bei internationalen Konferenzen vertieft, die meist von jenen Ländern veranstaltet werden, die den Vorsitz im Rat der Europäischen Union innehaben. Im Herbst 2018 fand in diesem Kontext in Wien die internationale Konferenz High Quality Building for Everyone. Baukultur and the Common Good in Europe (PDF, 4 MB) statt.

Im Herbst 2020 findet in Gelsenkirchen (D) die nächste Baukulturkonferenz statt. 

Auch auf Ebene der EU-Kommission hat das Thema Eingang in den mehrjährigen Arbeitsplan für Kultur gefunden. Im Rahmen einer OMC-Gruppe ("Open Method of Coordination"), in der momentan 22 Mitgliedsstaaten vertreten sind, werden bis Ende 2021 von interdisziplinären Expertinnen und Experten bestehende Politiken und Instrumente analysiert, fördernde Faktoren und Prozesse sowie Hindernisse mit Blick auf die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger identifiziert und Best Practice-Beispiele sowie innovative Ansätze einschließlich Bewusstseinsbildung bearbeitet. Ziel ist die Formulierung von Empfehlungen an die politische Ebene und die Ausarbeitung von allfälligen Schlussfolgerungen des Rates – möglichst im ersten Halbjahr 2022 unter französischem EU Rats-Vorsitz.