Wir verwenden Cookies zu Statistikzwecken und zur Qualitätssicherung. Durch Fortfahren auf unserer Website stimmen Sie dieser Verwendung zu. 

Umfrage: Baukulturelle Bildung Voraussetzung für nachhaltige Baukultur Online-Umfrage des Bundesministeriums für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport zeigt auf: Österreich muss mehr Fokus auf gute Baukultur legen – Bodenverbrauch und Klimakrise sind wichtigste Themen.

Baukultur Umfrage

Eine große Online-Umfrage des Bundesministeriums für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport (BMKÖS), die von 25. Jänner bis 22. Februar 2021 stattfand und nun ausgewertet wurde, macht deutlich, warum in Österreich mehr Fokus auf gute Baukultur gelegt werden muss. Für die an der Umfrage teilnehmenden rund 700 Fachleute aus ganz Österreich ist Baukulturelle Bildung ein wesentlicher Schlüssel, um vor allem die dringenden Herausforderungen wie Bodenverbrauch (83,5% der Antworten) und Klimakrise (78,4% der Antworten) zu meistern. 

Aus Sicht der Teilnehmenden der Umfrage sind demnach die wichtigsten drei Inhalte in der Bildung für Baukultur: Bodenverbrauch und Raumordnung, attraktive Stadt- und Ortskerne und hochwertiger und zeitgemäßer öffentlicher Raum. Etwa zwei Drittel der Befragten geben an, dass bei der Qualifizierung von Verwaltung und Politik, aber auch in der Schule dringend angesetzt werden sollte. Ziel dabei muss es vorrangig sein, Verständnis für den eigenen Kultur- und Lebensraum zu entwickeln (66,1% der Nennungen) und die Eigenverantwortung bei der Gestaltung der Umwelt zu erkennen (62,5% der Nennungen).

"Unsere Umfrage zeigt besonders gut auf, dass den Menschen der Zustand ihres Lebensumfeldes unter den Nägeln brennt, und dass es eine gemeinsame Anstrengung und Bildungsangebote braucht, um gute Baukultur voran zu bringen. Denn bei Baukultur geht es um unser aller Lebensräume. Deshalb sollen sich auch alle Menschen an der Gestaltung dieser Umwelt beteiligen können. Dafür muss man ihnen die Möglichkeit geben, und die Menschen müssen sich engagieren, um diese Möglichkeit zu nutzen. Daher starten wir im Juni mit dem Bundesland Kärnten eine pilothafte Bund-Länder-Initiative zur Baukultur, um das Miteinander von Bund, Land, Gemeinden, Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Bildungseinrichtungen in diesem Bereich zu vertiefen“, so Kunst- und Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer.

Hauptthemen für Baukulturelle Bildung: Bodenverbrauch, Stadt- und Ortskerne sowie öffentlicher Raum 

Umwelt besteht heute fast ausschließlich aus von Menschen gestalteten Räumen: Gebäude, Straßen und Plätze, Gärten, Parks und Kulturlandschaften. All das ist Baukultur, die von Menschen geplant und umgesetzt wird. Die Herausforderungen in diesem Bereich sind offensichtlich: der Bodenverbrauch steigt weiterhin, Stadt- und Ortskerne veröden, Speckgürtel wachsen, nachhaltiges Bauen ist noch die Ausnahme. In diesem Zusammenhang spielt Baukulturelle Bildung eine zentrale Rolle, da sie eine der Chancen und eine Säule der langfristigen und breiten Bewusstseinsbildung für Baukultur darstellt. 

Österreich hat im Bereich der Baukultur schon zahlreiche Schritte gesetzt. 2017 wurden im Ministerrat die Baukulturellen Leitlinien des Bundes beschlossen, einige Bundesländer haben erste baukulturelle Maßnahmen entwickelt, die umfassendste Leitlinie kommt jetzt vom Bundesland Kärnten. Diese wird vom Landeshauptmann Peter Kaiser am 22. Juni 2021 im Rahmen eines Baukultur-Konvents in Klagenfurt an Staatssekretärin Mayer übergeben.
 

Hinweis

⇒ Umfrageergebnisse
Ergebnissen der Umfrage zu Baukultureller Bildung

 Veranstaltungstipp 
Österreichischer Baukulturkonvent 2021
22. Juni 2021, 11.00 - 17.30 Uhr
Die Staatssekretärin für Kunst und Kultur Andrea Mayer und Landeshauptmann Peter Kaiser werden die neuen Baukulturellen Leitlinien des Landes Kärnten zum Anlass nehmen, um eine pilothafte Bund-Länder-Initiative zur Baukultur zu präsentieren.

(21. Juni 2021)