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Die Ziele

Im Kunst- und Kulturkapitel des Regierungsprogramms 2020-2024 ist das Ziel verankert, dass "unter Einbeziehung aller Gebietskörperschaften und mit Partizipation der Kulturinitiativen, Künstlerinnen bzw. Künstler sowie Kulturarbeiterinnen und Kulturarbeiter [...] in einem strukturierten Verfahren eine Kunst- und Kulturstrategie entwickelt werden" soll.

Die Auswirkungen der Covid-19-Krise haben gezeigt, wie stark die Solidarität zwischen Künstler:innen, ihrem Publikum und den in Kunst und Kultur Beschäftigten ist. In der gesamten Branche ist ein neues Klima der Kooperation entstanden, das sich in vielen neuen Gesprächsebenen, Allianzen und Partnerschaften niederschlägt. Auch die Kulturpolitik ist vor dem Hintergrund der Pandemie in einen noch viel intensiveren Dialog mit sämtlichen Sparten des Kunst- und Kulturbereichs getreten. 

Diesen Spirit werden wir aufgreifen und als Motor der neuen Kunst- und Kulturstrategie nutzen. Basierend darauf – und verstärkt durch die Herausforderungen für die Kunst- und Kulturszene während der Corona-Pandemie – wurde die neue Kunst- und Kulturstrategie als umfassender offener Prozess unter Beteiligung der Akteur:innen im Kunst- und Kulturbereich und der naheliegenden Bereiche wie Publikum, Bildung und Wissenschaft, konzipiert. 

Ziel des Prozesses ist es, gemeinsam über die Zukunftsfragen, die durch die Pandemie aufgeworfen wurden, nachzudenken, und die vielfältige Kunst- und Kulturlandschaft Österreichs zu stärken und weiterzuentwickeln. Dafür soll der Dialog von Politik, Verwaltung, dem Publikum und der Zivilgesellschaft mit den Akteur:innen der Kunst und Kultur ausgebaut und weiter intensiviert werden. 

In diesem Dialog-Prozess sollen nicht nur die pandemiebedingten Transformationen, sondern auch andere für Kunst und Kultur relevante Themen wie etwa Umweltschutz, Gerechtigkeit und neue Technologien aufgegriffen werden. Im Zentrum steht aber die Kunst selbst. Ziel ist es, die Rolle von Kunst und Kultur in der Gesellschaft bewusst zu machen und stärker zu verankern, und die zentralen Herausforderungen gemeinsam anzugehen. 

Unter dem Motto "Leaving no one behind" wird die Kunst- und Kulturstrategie des Bundes vom Fairness-Prozess flankiert, der bereits im Herbst 2020 gestartet wurde. 

Ziele der Kunst- und Kulturstrategie:
 

  • Regelmäßiger, strukturierter und zeitlich unbegrenzter Austausch der Akteur:innen im Bereich Kunst und Kultur in einem lebendigen und innovativen Netzwerk aus Stakeholder:innen, Multiplikator:innen und der Zivilgesellschaft

  •  Kontinuierliche und nachhaltige Stärkung der österreichischen Kunst- und Kulturlandschaft mittels Partizipation und Kooperation sowie stärkere Sichtbarmachung der künstlerischen und kulturellen Leistungen

  • Sicherung und Pflege des vielfältigen Kulturerbes und dessen zeitgemäße Weiterentwicklung mit nationalen und internationalen Partner:innen

  • Bildung von strategischen Partnerschaften von Kunst und Kultur mit anderen Politikfeldern (z.B. Soziales, Umwelt, Bildung, Forschung, Wirtschaft)

  • Stärkere Berücksichtigung von künstlerischen und kulturellen Angeboten zur Bewältigung ökologischer, sozialer und sonstiger gesellschaftlicher Herausforderungen

  • Intensivierung des Dialogs von Akteur:innen aus Politik und Verwaltung mit Kunst und Kultur im Hinblick auf die Verbesserung der Rahmenbedingungen für Kunst und Kultur sowie Einbeziehung des Publikums und der Konsument:innen kultureller Angebote