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Dialoggruppe Ost in Wiener Neustadt beschließt Erhebungsphase

Schwerpunktthemen: Kunst- und Kulturvermittlung & Internationalisierung

Am 15. Juni 2022 fand in den Wiener Neustädter Kasematten die vierte und letzte Bundesländer-Dialogveranstaltung mit rund 70 Teilnehmer:innen statt. Die zentralen Themen Internationalisierung und Kunst- und Kulturvermittlung wurden unter Einbindung von Künstler:innen und Vertreter:innen von Kultureinrichtungen aus dem Burgenland, Niederösterreich und Wien erörtert. Diskutiert wurden Fragestellungen rund um eine stärkere Sichtbarmachung, Präsentation und Vermittlung der künstlerischen Leistungen aus Österreich.

Gruppenbild Speakers Dialoggruppe Ost Busy Shutters
Impulsreferate Dialoggruppe Ost: Eveline Rabold (Obfrau Offenes Haus Oberwart, Bildende Künstlerin, Sängerin), Helga Steinacher (Österreichischer Verband der Kulturvermittler:innen), Thomas Heher (Leiter des Waves Festivals), Stefan Huber (Österreichisches Filmmuseum, Leiter Vermittlung)
Marie Rötzer (Künstlerische Leiterin des Landestheater Niederösterreich), Karin Schiefer (Austrian Film Commission, Leiterin Kommunikation und Marketing)
Foto: Busy Shutters

Die Veranstaltung markierte den Schlusspunkt der ersten allgemeinen Diskursphase aus dem partizipativen Prozess zur "Kunst- und Kulturstrategie des Bundes". Die Ergebnisse aller vier Dialoggruppen werden in den kommenden Wochen aufbereitet, veröffentlicht und in Dialog- und Arbeitsformate übergeführt. Ein gemeinsames Dialogforum im Herbst wird sich darauf aufbauend mit den zentralen Herausforderungen des Kunst- und Kulturbereichs in Österreich auseinandersetzen.

Ziel der ersten Diskursphase im Strategieprozess, der 2021 gestartet wurde, war es, Vertreter:innen der Kunst und Kultur an einen Tisch zu holen, um erste Vorstellungen und Wünsche der Kulturszene im Hinblick auf die Gestaltung der österreichischen Kunst und Kultur aufzunehmen. Über 700 Personen haben sich bisher im Rahmen von Veranstaltungen und online daran beteiligt.

Kunst- und Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer:

"Ich freue mich, dass der erste Teil des offenen Prozesses zur Kunst- und Kulturstrategie einen ersten positiven Abschluss findet. Die rege Teilnahme an und die vielfältigen Statements, Diskussionen und Perspektiven auf Kunst und Kultur in und aus Österreich zeigen, wie wichtig der offene Austausch zwischen Künstler:innen und Vertreter:innen von Kultureinrichtungen, Interessensvertretungen und der Kulturpolitik ist.
Diese gemeinsame Auseinandersetzung mit den drängendsten Fragestellungen unserer Zeit ist für mich einer der wichtigsten Eckpfeiler für die zukünftige Gestaltung kulturpolitischer Schwerpunkte. Ich danke allen, die sich bisher beteiligt haben. Wir werden über den Sommer die Ergebnisse sichten und zusammenfassen und im Herbst mit einem großen Dialog-Forum in die nächste Phase der Kunst- und Kulturstrategie eintreten."

Dialoggruppe Ost
  15. Juni 2022 I Wiener Neustadt
 

Programmablauf:

1. Teil Impulse

Thema Internationalisierung

Einführung & Impulse

  • Marie Rötzer
    Künstlerische Leiterin des Landestheater Niederösterreich
  • Thomas Heher
    Leiter des Waves Festival
  • Karin Schiefer
    Austrian Film Commission, Leiterin Kommunikation und Marketing

Thema Kunst- und Kulturvermittlung

Einführung & Impulse

  • Helga Steinacher
    Österreichischer Verband der Kulturvermittler:innen
  • Eveline Rabold
    Obfrau Offenes Haus Oberwart, Bildende Künstlerin, Sängerin
  • Stefan Huber 
    Österreichisches Filmmuseum, Leiter Vermittlung

2. Teil World-Café

Im Rahmen eines World-Cafés werden die Themen im Anschluss vor Ort diskutiert. Ebenso wird es themenoffene Tische geben, um Aspekte über die beiden Schwerpunktthemen hinaus einbringen zu können.

Vertiefung und Austausch zu den Themen im "World Café"

Die Impulse zu den Themen "Internationalisierung" und "Kunst- und Kulturvermittlung" wurden nach  den Vorträgen im Rahmen von zwei World-Café-Runden gemeinsam vertieft. In den World-Cafés standen zu jedem Thema zwei zentrale Fragen als Gedankenanregung zur Verfügung:

  • Was läuft gut?
  • Was braucht es für die Zukunft?

An den themenoffenen Tischen kamen die Themen "Vernetzung" und " Sicherung der Freiheit der Kunst durch Finanzsicherung " hinzu.

Zum Abschluss wurden die Themen der World-Cafés von den Teilnehmer:innen mit "Blitzlichtern" reflektiert. Mit einer Blitzlichter-Runde fassten die jeweiligen Tischhosts die Antworten auf die Fragen "Was nehmen Sie von heute mit?" und "Was hat Sie überrascht?" zusammen.

Diskussionsbeiträge und Ergebnisse zu den einzelnen Themen

Was läuft gut?

  • Kreativität
  • In der österr. Gesellschaft ist Kunst "more integrated" und mehr unterstützt als in der rumänischen Gesellschaft, zum Beispiel

Was braucht es für die Zukunft?

  • Lokal vs. International Überholt?
  • Mittel- und Langzeitförderungen 
  • Mehr Transparenz und Aktion von Fördergeber:innen → Info-Veranstaltung
  • Nachhaltigkeit!
  • Austausch mit BMI →Visa!
  • Strukturen?
  • Wie definiert sich Nationalität in der Kunst?
  • ACF: Austausch neu denken
  • Finanzielle Unterstützung → Unkomplizierte und unbürokratische und einheitliche Förderungen
  • Mehr Austausch, mehr Offenheit, größerer Kontext und Konsens
  • Strukturen für Austausch (Netzwerke)
  • Interdisziplinäre Erfahrungsräume schaffen
  • Internationale Kulturlandschaften sichtbar machen
  • Interesse generieren
  • Kunst im urbanen Raum → Architektur, Baukultur
  • Internationale Kulturforen
  • Interdisziplinäre Kooperationen
  • Gemeinsame Entwicklung vor Ort (Ideen und Raum bedenken)
  • Spezielle Orte und Räume durch kulturelle Erfahrung zugänglich machen
  • Kunst vs. Wirtschaft
  • Kunst vs. Politik (Russland z.B.)
  • Kultur bringt Emotion
  • Kunst ist Politik ist Vernetzung
  • Kompetenz & Personal 
  • Publikumspartizipation
  • Konzept mit Emotionen verbinden
  • Prozess- statt ergebnisorientierte Arbeit/Labore, Ideen, Teams statt Nationen
  • Teilweise schon gute unbürokratische Förderungen
  • Repräsentation in Ämtern (Förderungen)
  • Sprache als Thema – Barrieren 
  • Verbindung BMKÖS und BMEIA
  • Friede
  • Vermarktung
  • Internationale Partnerschaften/ Kulturaustausch
  • Kunst/Kultur-Export-Strategie: Konzeptionell, Operativ
  • Internationale Best Practice Beispiele
  • Urheberrecht
  • Distribution: Rich feed the rich.
  • There is money  works for established institutions 
  • Verbesserung von Visa/Aufenthaltsbedingungen für EU-Drittstaatsangehörige/globaler Süden (Anerkennung von Arbeitsrealitäten bei Visa und Aufenthalt)  Forderungskatalog der ARGE Kulturelle Vielfalt. 
  • Kulturressort Vertretung des Sektors stark vor BMI, BMEIA abschaffen → lokal / international sind keine Gegensätze. Innen und Außen zusammendenken. Rassistische Konnotation. 
  • „Austausch der Kulturen“ → überholtes Konzept
  • Shift Image of art → Profession, Kritik an Hochkultur + Eurozentrismus → Nachhaltige Mobilität  Klimakrise, langfristiger Austausch.
  • More Money for contact point + information
  • FairPay in line with immigration policies (rot-weiß-rot-Karte)
  • IG vs Gwerkschaft. Younion.  Lobby
  • Es braucht "structure funding"
  • AKM, Bildrecht, Literar mechana
  • Europe is not EU
  • International vs global (within EU is not international)
  • Acknowledging that the site is international by supporting infrastructures
  • Bessere Koordination zw. BMKÖS + BMEIA + It. Visa
  • Exchange Meetings, Working Groups
  • More Ateliers international öffnen für alle Sparte
  • Structure International Funding Systems
  • Interdisciplinary Artist ⇔ Art Mediation Hotline/Office
  • Networking, Meetings, Exchange Working Groups
  • "integration" of international artists lineup and working in Austria
  • "proving" artistic practice (non-academic education)
  • Cultural awareness -- Un-exoticitation of culture
  • Barrierefrei / Projects intrastructural
  • Additional Funds for Projects Documentation & Translation
  • Artists in Residency Funding for Exchanges , private → public
  • More international cooperationsartists/curators/designers
  • Recognition of the contemporary art / mediator practices and funds fitting  more administration, production, to handle production
  • Design und Mode ausbauen
  • Studios Exchanges
  • Sponsorship
  • Creative Europe  in between funding → BMKÖS


Was nehmen Sie von heute mit?

Blitzlichter zum Thema:

  • "Was bedeutet Internationalisierung? Und wie sieht das das Spannungsfeld lokal gegen international aus? Was bedeutet Nationalität im Kunst- und Kulturkontext und ist das nicht völlig überholt?
    Wir haben auch über Kulturforen außerhalb Österreichs diskutiert und wie Förderungen vergeben werden sollten, wenn es Nationalität in dem Sinne nicht gäbe. Es soll in Zukunft mehr Transparenz von Fördergeber:innen geben. Und Events darüber, welche Strukturen es für Internationalisierung gibt. In beiden Runden wurde der Wunsch geäußert, dass es Dialogforen auch als laufendes Instrument geben sollte."
  • "Wir haben über die Notwendigkeit eines (Bildungs-)Netzwerks zwischen Creating Europe und dem Ministerium gesprochen, eine Art Zwischenraum, bevor EU Förderungen beantragt werden. Fair Pay sollte zudem immer in Relation zu Einwanderungsgesetz gestellt werden.
    Es ging auch um die strengen Voraussetzungen des AMS etc. und wie das genutzt werden könnte, um eine politische Message zu schicken und um eine Fair Pay Kampagne zu strukturieren, auf der Basis von Erfahrungen aus dem echten Leben.
    Drittstaatsagehörige mit Visa in Österreich haben es sehr schwer, als Kulturschaffende Geld zu verdienen und auch die Höhe der Gehälter entspricht nicht ihren Qualifikationen. Es wäre gut, eine Arbeitsgruppe zu starten, in der methodologische Probleme ausgetauscht werden, die es im Rahmen der Umfrage gab.
    Viele Dinge waren nicht klar, Menschen, die keine österreichischen Bürger:innen sind, wurden dadurch nicht angesprochen. Beim Networking geht es nicht nur darum, etwas gemeinsam zu schaffen, sondern auch Erfahrungen und Positionen auszutauschen."
  • "In beiden Runden gab es viele gemeinsame und unterschiedliche Anliegen.
    Gemeinsam: Sehr viel Geld, das wir vom Fördergeber erhalten, brauchen wir für Veranstaltungssäle oder Ausstellungsflächen.
    Eine Idee: bundesverwaltete Immobilien sollen an manchen Tagen von Fördernehmer:innen des BMKÖS zum Selbstkostenpreis gemietet werden können. Das wäre auch bei der Wien Holding wünschenswert. Das wäre ein Punkt, den alle Künstler:innen brauchen könnten. 
    Weiters: Anliegen des Österreichischen Musikrats ist eine enge Zusammenarbeit zwischen BMKÖS und Bundesministerium für EU und Internationales (früher Außenministerium), was internationale Initiativen betrifft. Es gibt bereits einiges, wie den Austrian Music Export.  Da darf es auch mehr geben. 
    Wir wünschen uns eine Fortsetzung der heutigen Veranstaltung, jährlich oder halbjährlich. Eine Kulturstrategie ist eine ewige Baustelle und muss an die Zeit angepasst werden. 
    Die Arbeit der Kulturinstitute und Botschaften im Ausland finden wir gut."

Was läuft gut?

  • Fenster ist aufgegangen durch Pandemie – bitte offenlassen!
  • Viele Angebote in allen Bereichen
  • Digitale Qualität ist besser
  • Bewusstsein für Notwendigkeit der KKVM ist größer geworden – in der Politik + in den Institutionen 
  • KKVM hat das Potenzial viele unterschiedliche Bevölkerungsgruppen zu erreichen
  • Nix
  • MAD – Mixed Abled Kunst Tanz: wird von Schulen angenommen 
  • Mixed-abled Artist Role Modell!
  • Inclusive Day Events
  • Cultural Base +-
  • Sensibilisierung steigt
  • Professionist:innen arbeiten mit Begeisterung 
  • Bestehende Angebote werden sehr gut angenommen → große Nachfrage vom Publikum
  • Netzwerkarbeit lohnt sich / zahlt sich aus / ist nachhaltig
  • Verbindung zwischen Themen des Publikums und Künstler:innen
  • Vermittlung bereits im Prozess
  • Wachsendes (Problem-)Bewusstsein
  • Dialogorientiert
  • Berufsfeld versus Studentenjobs (früher)
  • Steigende Nachfrage
  • Eigene Institutionen
  • Zunehmende Diversität und Sprachenvielfalt
  • Berufsbild Kulturvermittlung
  • Kultursommer Wien: Kostenloses Festival im öffentlichen Raum
  • D-Arts
  • Kultur- und Kunstvermittlung = Erwachsenenbildung
  • Musikvermittlung ist real gut am Weg (Lehrgang in Linz, …)
  • Expert:innenwissen
  • Zunehmende Einbindung im musealen Betrieb
  • Wissen von Kunstvermittler:innen
  • Artists & Expert-Talks / Erwachsene, Schulen (vor Ort)
  • Raum zum Forschen
  • Positive Fehlerkultur
  • Wertungsarmer Raum
  • ÖMR Österreichischer Musikrat

Was braucht es für die Zukunft?

  • Implementierung und Verstärkung der Zusammenarbeit zw. BMKÖS und BMBWF zur Kunst- und Kulturvermittlung
  • Klare Zuständigkeiten für Finanzierungen + Strukturaufbau in den Ministerien
  • Relevanz + Sichtbarkeit der außerschulischen Lernorte stärken
  • Fixe Verankerung von KKVM im Lehrplan, auch für Lehrlinge
  • Einbindung von KKVM-Vermittler:innen bei der Erstellung von Lehrplänen
  • Kontinuität in den Angeboten
  • Mehr Personal 
  • A priori Einbindung der KKVM bei der Programmerstellung 
  • KKVM Fächerübergreifend – Generationenübergreifend
  • KKV in der Presseförderung berücksichtigen + ORF
  • Inhaltliche-strukturelle Finanzierung → 2030 in Ö + International
  • Abschaffung der Sonderschule 
  • Mixed-abled Lehrende
  • In Corona-Zeit unterstützte Kunstvermittlungsprojekte weiterführen (z.B. "Frischluft")
  • Museums-Bund-Projekt
  • Open Door Art Space (Art Factory)
  • Live Ball - new better 2.0 Version
  • Bessere Zusammenführung von Kunstsparten (Förderstruktur!)
  • Spartenübergreifende Projekte: als Norm verankern
  • Kunst und Bildung: in Förderstrukturen zusammendenken
  • Musische Bildung als Hauptfach in (Pflicht)schulen
  • BMKÖS → Bildungsministerium
  • Kunstbegriff erweitern: Baukultur, Design, Mode, digitale Kunstformen, usw ...
  • Finanzielle Absicherung, Arbeitsbedingungen → Anstellung!
  • Fixe Fördertöpfe für KKVM
  • Spartenübergreifende Konferenz zur Kunst- und Kulturvermittlung (z.B. Kinder zum Olymp) → Teilnahme Bildungsministerium verpflichtend
  • Stärkung der ländlichen Regionen in der KKVM
  • KKVM zur Integrationsförderung (interkulturelle Kompetenz)
  • KünstlerInnen einladen in die KKVM
  • Anerkennung der Profession (Vermittlungskurator:innen)
  • Disziplinübergreifende Zusammenarbeit
  • Öffentlichkeitsarbeit =/ Marketing, Kulturvermittlung =/ Marketing
  • Verbesserung der Arbeitsbedingungen (Ressourcen, Zeit, Geld, Personal)
  • (Struktur) Förderung
  • Kulturvermittlung muss beim Kuratieren beginnen und muss in allen Abteilungen/Bereichen mitgedacht werden
  • Kulturinstitutionen/ Künstler:innen als wichtiger Teil einer künstlerischen Aneignung und kultureller Bildung
  • Nachhaltigkeit: Strategische Ausrichtung der Institutionen: Und welche Rolle spielt da die Kulturvermittlung? → Kontinuität trotz Direktor:innenwechsels
  • Anerkennung: Wichtigkeit von KV um Kultur decodieren und "lesen" zu lernen → damit ist kein "Überstulpen" gemeint, sondern eine Form der Begleitung!
  • Ansprechperson "Kulturkontaktperson" = Kulturbeauftragte in den Schulen (abgegolten als Kustodiat)
  • Kulturvermittlung als Teil der Lehrer:innen-Ausbildung
  • No Jealousy (keine Eifersucht zw. Institutionen)
  • Fair Pay → Anstellungen
  • Dooropener für Small Institutions
  • Wertschätzung
  • Verständnis füreinander
  • Lokal & personenbezogen
  • Definition eines Berufsbilds
  • Nachhaltigkeit: Finanzielle Förderung, Sensibilisierung (Statistik, langfristige Beobachtung) 
  • Schnittstellen zur Praxis
  • Vielschichtiger, facettenreicher & vernetzter
  • Brücken → Künstler:innen – Vernetzer:innen – Publikum
  • Bereitstellung von Informationen durch Workshops, Netzwerktreffen etc. 
  • (bestehende) Institutionen für diverse kulturelle Erfahrungen öffnen
  • Digitalisierung
  • Inklusion an sich
  • Innovation
  • Diversität in Kultur gehört gehört und gesehen 
  • Institutionalisierung – Integration von Kulturvermittlung in den Lehrplan
  • Inklusion aller Künste
  • Kulturelle Erfahrungsräume schaffen für Sichtbarkeit (Stadt und Land!)
  • Lehre + Lehrende (Uni/Schule)
  • Budget für Kulturvermittlung (bes. im öffentlichen Bereich)
  • Erfolgreiche Kulturvermittlung =/ erfolgreiches Marketing!
  • Breite Diskussion und Definition der Kunstvermittlung
  • Begriffserweiterung "Kunst"
  • Begriff noch unbekannt für viele
  • Macht & Hierarchie aufbrechen und neu organisieren
  • Wirtschaft muss es verstehen
  • Barrierefreiheit
  • Echte Partizipation
  • Mehr Offenheit von Institutionen
  • Öffentlichkeit schaffen
  • Anerkennung von Musikvermittlung als Kunstvermittlung
  • Musikvermittlung ist als Beruf noch nicht anerkannt
  • Projekte an Schulen  Ressourcen 
  • Förderung OEAD → nachhaltige Projekte  culture connected
  • Fehlende Förderung – Schulen/Zusatzarbeit/Pandemie
  • Stoppt Sparten-Bashing!
  • Nur anerkannt, weil Kompetenzerwerb
  • Demokratischere Fördersysteme mit mehr Nachhaltigkeit
  • "WAIT" Zeit und Ressourcen zum Reflektieren und Nachdenken
  • Mehr Kunst- und Kulturvermittlung im Erwachsenenbereich
  • Mehr Integration von KV an Schulen
  • Anerkennung durch Kulturvermittlung im darstellenden Bereich (=/ Programmhefte oder Audioguides)
  • Raum für Experimente
  • Langer Atem auch seitens der Politik
  • Arbeitssituationen verbessern
  • Zusätzlich: Budgets für Kunst/Kultur-vermittlung im Bereich Darstellender Kunst und Musik
  • Wissen aus Vermittlung muss auf allen Ebenen mitgedacht werden
  • Von Beginn an
  • Anerkennung des Berufsbildes der Kulturvermittler:innen
  • Faire Anstellungsverhältnisse
  • Internationale Vernetzung – proaktiv Modelle austauschen
  • Mehr Budget
  • Staatliche Institute und Museen – freie Eintritte!
  • Bessere Finanzierung von Vermittlungsprojekten
  • Inklusion
  • Diversity

Was nehmen Sie von heute mit?

Blitzlichter zum Thema:

  • "Kunst- und Kulturvermittlung braucht Anerkennung und ist wesentlicher Beitrag zu künstlerischer Bildung. Es ist nicht Marketing, sondern eine Begegnung auf Augenhöhe. Es kann viel mehr als nur am Rande mitlaufen – sie sollte als eigenständig betrachtet werden.
    Zum Thema Vernetzung – es gibt gute Netzwerke, z.B. im Bereich bildende Kunst. Was exemplarisch war:  man brennt für die Kunst- und Kulturvermittlung."
  • "Kunst und Kulturvermittlung ist etwas, das man mit Begeisterung macht. Viele Menschen wissen nicht was das Berufsfeld ist. Viele Leute glauben, wir verkaufen Kunstwerke! Es braucht mehr Anerkennung und Öffentlichkeit für das Berufsfeld. Die Benefits, die Kunst- und Kulturvermittlung hat, was sie bringen kann, müssen sichtbarer sein - auch sollte es mehr Verknüpfungen mit Wirtschaft und Politik geben, um Bekanntheit und Verständnis zu fördern."
  • "Wichtigstes Anliegen: Es braucht mehr Zusammenarbeit zwischen dem Kunst- und Bildungsministerium. Wir wollen klare Zuständigkeiten und Adressen, wo Kunst und Kultur verankert ist. Es braucht eine fixe Verankerung im Lehrplan vom Bildungsministerium. Zudem hätten wir gerne Kunst und Kulturvermittler in der Erstellung von Programmen, auch im kuratorischen Bereich und nicht später nur als Feigenblatt. 
    Wichtig sind Kunstvermittler:innen auch bei der Erstellung von Lehrplänen, jetzt z.B. bei digitaler Grundbildung als Fach - das wäre ein Fenster, da einzugrätschen. Das BMKÖS ist sehr viel offener für diese Punkte als das Bildungsministerium. 
    Wir haben auch die prekäre Situation von Kunst- und Kulturvermittlern betrachtet. Kunstvermittlung ist auch ein wichtiger Beitrag zur Integration. Wir wünschen uns zudem ein Mal im Jahr eine große Branchen- und Fächerübergreifende Konferenz für alle Kunst- und Kulturvermittler:innen, wo man auch Leute aus dem Ausland holt und den Vernetzungsaspekt und mediale und politische Aufmerksamkeit hat." 
  • "Wir haben bei der Frage der Förderstellen gesagt, sie sollten mehr zu Servicestellen werden, und vor allem Türöffner. Auch für kleine Institutionen. Ein zentraler Begriff ist der des Brückenbauens, zum Beispiel von Kunstvermittlerinnen zum Publikum oder im Kontext von Gesellschaft, oder in Bezug auf Brücken von Stadt zu Land."
  • "Es ging auch in dieser Gruppe um Brücken über Generationen oder über Kunstsparten hinweg. Es ist wichtig, dass viele neue Kunstformen spartenübergreifend sind, und wir brauchen eine neue Form, diese Kunstformen mit zu denken und in der Förderstruktur abzubilden. Und es braucht eine stärkere Stadt-Land-Verbindung."

Was läuft gut?

  • Fachinterne Vernetzung
  • OEAD Agentur für Bildung und Internationalisierung
  • Diese Veranstaltung: Über Strategien nachdenken, Vermittler:innen aus unterschiedlichen Sparten (Netzwerk), Gewichtung auf Vernetzung und Dialog
  • Aktive Kreative
  • (Förder-)Struktur
  • Positive Wahrnehmung der Kunst & Kultur
  • Integration von Kunst & Kultur in der Gesellschaft
  • Akzeptanz von Kunst & Kultur
  • Vernetzung von Kultur & Tourismus

Was braucht es für die Zukunft?

  • Übersicht von Initiativen
  • "Ankurbler:innen" um ins "Tun" zu kommen, um Strategien zu entwickeln
  • Orte
  • Transparenz in der kulturpolitischen Arbeit
  • Fördermöglichkeiten für spartenübergreifende Projekte ohne viel Administration 
  • Strukturen (Verbände), die entlasten (Rahmenbedingungen). Z.B. Austrian Films
  • Anerkennung: Vermittlung als eigene Sparte
  • Lobby / Community Building
  • "Kultur online" – Personensuche, Verzeichnis aller Kulturvermittler (Verbände)
  • Dialog mit Kulturpolitik: mehr / Fortsetzung
  • Anerkennung statt Bittsteller(innen)schaft
  • Beiräte aus dem Fachgebiet, in dem eingereicht wird – bessere Auswahl
  • Austausch
  • Beziehungsarbeit
  • Mehr World Cafés
  • Chancengleichheit
  • Branchenübergreifend vernetzen
  • Kultur für Wissenschaft, vernetzen

Was nehmen Sie von heute mit?

Blitzlichter zum Thema:

  • "Mich hat überrascht, dass das Bedürfnis so hoch ist. Wir sind schnell an den Punkt gelangt, dass wir uns viele solche Treffen wünschen. Dass wir das nicht nur heute aufschreiben durften, sondern das auch noch mal sehen können oder Feedback geben können, bevor das in Stein gemeißelt wird. Wir wünschen uns einen Dialog.

Fachintern unter den Musikvermittler:innen funktioniert es gut, aber fächerübergreifend nicht. Digitalisierung kann hier helfen, aber es wäre auch gut, unterm Jahr in Verbindung zu bleiben. Es sollte mehrere Serviceeinrichtungen geben, an die man sich wenden kann, um auch zu wissen, welche Initiativen es gibt, die man kontaktieren kann."

Was läuft gut?

  • Professionalisierung der Kunstszene
  • Wir leben noch und machen weiter
  • Think Tanks
  • Solidarität, Vernetzung von Künstler:innen
  • Erkenntnis, Problembewusstsein
  • Zugang zu Informationen ist gut (ABER: Transparenz und Differenzierung fehlen)
  • Diese Dialogreihe ist sehr spannend, danke! Bitte mehr davon! 

Was braucht es für die Zukunft?

  • Nachhaltige Arbeitsbedingungen
  • Positionierung von zeitgenössischer Kunst- Kulturarbeit in der Gesellschaft
  • Bedingungsloses Grundeinkommen
  • Kulturministerin ⇔ "Kunst ist unabdingbar für die Demokratie" (Claudia Roth)
  • Grundeinkommen statt Wirtschaftswachstumsförderung
  • Abbildung der Gegenwartsprozesse / Realität der Kunst in den Subventions-Institutionen
  • Die Ressortbudgets müssen an die Fair Pay Bedingungen angepasst werden
  • Wertschätzung kreativer Prozesse und der Personen in der Branche
  • Echter Dialog mit der freien Kunstszene
  • Wenn keine wirtschaftlichen Interessen – keine Förderung (oft)
  • Für unterschiedliche Formate müssen unterschiedliche Förderungsbedingungen geschaffen werden
  • Anderes Wachstum – eines in die Tiefe der Reflexionen
  • Wir wollen 1% für Kultur

Was nehmen Sie von heute mit?

Blitzlichter zum Thema:

  • "Zitat on Claudia Roth: ‚Kunst ist unabdingbar für die Demokratie‘. Solche Statements brauchen wir, um die Kunst der Gesellschaft nahezubringen und die Wichtigkeit der Kunst in der Gesellschaft zu verankern. In der Öffentlichkeit spricht man nicht deutlich genug darüber."