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Staatssekretärin Andrea Mayer: Notfall-Strukturförderung für Kulturbereich erneut ausgeschrieben

Sonderförderung Struktursicherung

Bis zu 10 Millionen Euro werden an Kulturbetriebe ausgeschüttet, die trotz Inanspruchnahme aller Corona-Maßnahmen noch in existenziellen Schwierigkeiten stecken

Das Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport (BMKÖS) hat seine Notfall-Strukturförderung zum Erhalt der Vielfalt im Kulturbetrieb erneut ausgeschrieben. Vergeben werden Sonderförderungen von bis zu 50.000 Euro pro antragstellender Kultureinrichtung oder künstlerisch tätiger Einzelperson, die aufgrund der Pandemie und trotz Inanspruchnahme aller anderen Hilfsangebote der Regierung nach wie vor in wirtschaftlichen Schwierigkeiten ist.

Anträge waren bis 19. November 2021 möglich. Der Sonderfördertopf ist mit insgesamt 10 Millionen Euro dotiert.


Kunst- und Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer: "Obwohl das Kulturleben nach der Coronakrise in seiner gesamten Bandbreite wieder zurückkommt, gibt es immer noch Bereiche, in denen das Publikum zurückhaltend ist. In manchen Fällen drohen diese Startschwierigkeiten zu unwiederbringlichen Verlusten in der Kulturlandschaft zu führen – etwa, weil die umfassenden Corona-Hilfen der Bundesregierung aufgrund von schwankenden Umsätzen in den Vergleichszeiträumen nicht ausreichend gegriffen haben. Das wollen wir verhindern, und schaffen deshalb erneut die Möglichkeit von Sonderförderungen, die das Überleben der Betriebe und Einrichtungen sichern sollen, wo es notwendig ist."

Die Sonderförderungen funktionieren subsidiär.
Das heißt: Sie sollen dann greifen, wenn alle anderen Maßnahmen nicht ausreichen. Antragsberechtigt sind Selbständige sowie kleine und mittlere Unternehmen, deren Einnahmen zu mindestens 50 Prozent im Bereich Kunst und Kultur erzielt werden und die in ihrer ordentlichen Geschäftstätigkeit von erheblichen durch Covid-19 verursachten Einnahmenentfällen betroffen sind.

Die förderbaren Kosten umfassen Personal- und Sachkosten, die für die Aufrechterhaltung der Betriebs- und Geschäftstätigkeit und damit für die Fortführung der künstlerischen bzw. kulturellen Tätigkeit notwendigerweise und nachweislich anfallen. Die Vergabe der Förderungen erfolgt wie üblich auf Basis von Empfehlungen eines unabhängigen Beirats. Das Ministerium behält sich eine weitere Ausschreibungsphase vor, falls die Dotierung von 10 Millionen Euro mit der aktuellen Ausschreibung nicht ausgeschöpft wird.

(22.11.2021)