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Großer Österreichischer Staatspreis für Malerin Martha Jungwirth

Martha Jungwirth bekommt Grossen Österreichischen Staatspreis

Der Große Österreichische Staatspreis 2021 wurde am 15. November 2021 im Rahmen eines Festaktes im Leopold Museum an die Bildende Künstlerin Martha Jungwirth verliehen.

Kunst- und Kulturstaatssekretärin Mayer: "Ich freue mich sehr, Martha Jungwirth mit dem Großen Österreichischen Staatspreis zu ehren, und gratuliere ihr ganz herzlich. Martha Jungwirth gehört zu den bedeutendsten Künstlerinnen Österreichs. Sie hat sich nie darum gekümmert, was gerade am Kunstmarkt gefragt war – sie hat ihren eigenen, fast stillen Weg verfolgt – und das mit Erfolg. Auch wenn die Anerkennung ihrer außergewöhnlichen künstlerischen Leistungen länger auf sich warten ließ – heute wird Martha Jungwirth vom Kunstbetrieb auf Händen getragen. Wohlverdient."

Begründung des Kunstsenats

"Martha Jungwirth hat trotz einer kontinuierlich erfolgreichen Karriere von fast sechs Jahrzehnten erst spät in großem Maße die ihr gebührende Anerkennung durch Künstlerkolleginnen und Künstlerkollegen sowie Kurator:innen erfahren, wobei sie sich nie sonderlich für den Kunstmarkt und seine Gesetze interessierte, ja sich bewusst distanzierte. Ihr Potenzial wurde schon 1970 von Robert Motherwell erkannt, der sie als eine der weltweit besten Malerinnen ihrer Zeit lobte.
2010 hat Albert Oehlen sie bei einer Neuhängung der Sammlung Essl in die erste Reihe gerückt und begeistert zur Zusammenarbeit eingeladen. Sie erhielt bereits in jungen Jahren Auszeichnungen für ihr Schaffen und ihr Werk wurde immer wieder mit Preisen gewürdigt, zuletzt mit dem Oskar-Kokoschkapreis 2018. Martha Jungwirth erfährt heute mit ihrer einzigartigen und wiedererkennbaren Bildsprache poetischer Abstraktion den Respekt und die Bewunderung von Künstlerkolleginnen und Künstlerkollegen aller Altersstufen. Sie ist eine Malerin von Weltformat."

Der Große Österreichische Staatspreis

Der aus 21 Mitgliedern bestehende Kunstsenat nominiert jährlich eine Persönlichkeit aus den Bereichen Architektur, Bildende Kunst, Literatur oder Musik ohne festgelegtes Rotationsprinzip für den Staatspreis. Der Große Österreichische Staatspreis ist die höchste Auszeichnung der Republik Österreich für ein künstlerisch herausragendes Lebenswerk.

In der Sparte Bildende Kunst ging der Große Österreichische Staatspreis erstmals 1951 an Alfred Kubin – unter den weiblichen Geehrten finden sich Maria Lassnig (1988), Brigitte Kowanz (2009) und Renate Bertlmann (2017).

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Großer Österreichischer Staatspreis
Ausgezeichnete Künster:innen seit 1950 aus den Bereichen Architektur, Bildender Kunst, Musik und Literatur

(15.11.2021)