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1,1 Mio. Euro Förderung für digitale Projekte im Jahr 2020 Das Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport (BMKÖS) förderte innovative digitale Vorhaben im Bereich Kunst und Kultur mit insgesamt 1,1 Mio. Euro.

Für digitale Vorhaben im Bereich Kunst und Kultur stellte das Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport 2020 insgesamt 1,1 Mio. Euro an Fördermitteln für Kultureinrichtungen sowie Künstlerinnen und Künstler zur Verfügung. Mit der Förderung wurden Impulse für eine breite Vielfalt an Projekten, über alle Kunstsparten und Bundesländer hinweg, gesetzt.

"Die COVID-19-Krise und die damit verbundenen Einschränkungen haben die Relevanz und das Potenzial digitaler Instrumente für das künstlerische Schaffen, aber vor allem für den Zugang zu Kunst und Kultur eindrücklich aufgezeigt. Daher unterstützen wir den Kunst- und Kultursektor bei der Nutzung dieser neuen digitalen Möglichkeiten in 2020 mit rund 1,1 Mio. Euro.", erklärt Kunst- und Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer.

Gefördert wurden die Entwicklung und Umsetzung von digitalen Projekten und Formaten, die Personen und Kulturinstitutionen neue Wege der künstlerischen Auseinandersetzung, der Kultur- und Wissensvermittlung sowie des Austauschs, der Partizipation und der Interaktion mit dem Publikum ermöglichen.

Digitalisierung der Kommunikation mit dem Publikum

Vor dem Hintergrund der COVID-19-Krise wurden etwa Projekte unterstützt, die die Vermittlung und die Kommunikation mit dem Publikum fördern sollen. Darunter etwa das Vorarlberger Projekt „Poligonale“, eine digitale Plattform, die Mixed-Reality Theaterräume für die Erweiterung des Bühnenraums zur Verfügung stellt. Einen ähnlichen Zugang hat der steirische Verein Elevate mit seinem Projekt „Elev8App“. Dabei soll eine Open Source App für Kulturveranstaltungen und Festivals in Zusammenarbeit mit Datenschutzorganisationen entwickelt werden. Das System soll adaptierbar sein und Tools für Ticketing, Reservierung, Contact Tracing und Kommunikation zur Verfügung stellen. Um Zugang zu und Teilhabe an Kunst und Kultur geht es auch beim Projekt „Hunger auf Kunst und Kultur", das eine eigene österreichweite App entwickelt, um Kulturpass-Inhabern einen praktischen Online-Planer in die Hand zu geben.

Internationale Sichtbarkeit und Jugend

Auch Projekte mit internationaler Sichtbarkeit wurden gefördert. So etwa die in Wien ansässige Organisation „Time Machine“, die in internationaler Kooperation am Aufbau eines virtuellen Kulturerbe-Simulators, der 2000 Jahre europäische Geschichte abbildet, arbeitet. Für bildende Künstlerinnen und Künstler soll die digitale Speed-Dating-Plattform „Curator meets Artist - Artist meets Curator“ die internationale Begegnung im virtuellen Raum forcieren.

Für Kinder und Jugendliche wurde ein Projekt des Tiroler Theaterfestivals STEUDLTENN „Digitales Raum:Schiff“ gefördert. Ziel ist, Kindern, Jugendlichen und Schulen im ländlichen Raum die technischen und digitalen Möglichkeiten unserer Zeit näher zu bringen.

Forschungsförderung im Bereich Kunst und Kultur

Im Bereich künstlerische Forschung und Innovation erhielt das Projekt „Phiobe“ mit Sitz in der Steiermark eine Unterstützung zum Bau einer robotischen Raumorgel. Diese entsteht in Zusammenarbeit mit dem Kunstraum REAKTOR und soll erstmals in der Herbstsaison 2021 spielen. Zudem enthält das Digital-Förderpacket 2020 Soforthilfen für die Digitalisierung wertvoller Bestände, z.B. aus dem Vorlass von VALIE EXPORT und dem Nachlass von Günther Domenig.

Im Jahr 2021 wird es einen gemeinsamen Call von Bund und Bundesländern zur Förderung digitaler Vorhaben geben. Von Seiten des Bundes werden dafür rund 1,25 Mio. Euro zur Verfügung gestellt.

(4. Dezember 2020)