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"Fairness-Symposium": Schulterschluss zwischen Bund und Ländern für mehr Fairness in Kunst und Kultur Kunst- und Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer präsentiert zusammen mit Landeskulturreferent:innen Zwischenbilanz zum Fairness-Prozess des Bundes.

Mit einem international hochkarätig besetzen Symposium in Wiener Konzerthaus hat Kunst- und Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer gemeinsam mit den Landeskulturreferent:innen nach der erfolgreichen Startphase eine erste Zwischenbilanz zum seit etwa einem Jahr laufenden Fairness-Prozess des Bundes gezogen. Gemeinsam mit Staatssekretärin Mayer waren Veronica Kaup-Hasler (Wien), Beate Palfrader (Tirol), Heinrich Schellhorn (Salzburg) und Barbara Schöbi-Fink (Vorarlberg) persönlich bei der Pressekonferenz zum Start des Symposiums anwesend. Christopher Drexler (Steiermark), Hans-Peter Doskozil (Burgenland), Peter Kaiser (Kärnten), Johanna Mikl-Leitner (NÖ) und Thomas Stelzer (OÖ) ließen sich entschuldigen, entsandten aber Vertretungen zum Symposium.

"Die Coronakrise hat auf langjährig bestehende Schräglagen im Kunst- und Kulturbereich noch einmal einen großen Scheinwerfer gelenkt und viele Probleme noch sichtbarer gemacht. Wir stehen heute hier – gemeinsam – weil wir der Kunst und Kultur in ganz Österreich signalisieren wollen: Wir sehen diese Probleme und wir haben bereits begonnen, Lösungen zu finden", so Mayer bei der Pressekonferenz.

Im Zuge des Symposiums wurde eine gemeinsameBroschüre von Bund und Ländern unter dem Titel "Fairness in Kunst und Kultur" (PDF, 87 KB) vorgestellt, die den aktuellen Diskussionsstand zu den verschiedenen Aspekten des Themas sowie die bereits gesetzten Aktivitäten der Kulturpolitik im Bund und in den Ländern zusammenfasst. Unterteilt ist die Publikation entlang der im Prozess gemeinsam identifizierten Fairness-Themen in die Bereiche „Transparenz und Kooperation“, "Fair Pay", "Förderwesen", "Respektvolles Miteinander", "Diversifizierung" sowie "Soziale und rechtliche Rahmenbedingungen".

Bereits gesetzten Maßnahmen im Bereich des Bundes
 

  • Zwei Millionen Euro Zusatzmittel mit Fair-Pay-Widmung im Bereich des Bundes in den Jahren 2020 und 2021
  • "Fair Pay" und "Diversität" als zusätzliche Kriterien in der Projektbewertung bei allen Förderungen des Bundes
  • Einheitliche Mindestkriterien für alle Mehrjahresverträge in Bund und Ländern sowie vermehrte Abstimmung bei komplexen Förderfällen
  • Erarbeitung eines "Österreichischen Fairness Codex" nach internationalem Vorbild gemeinsam mit den Ländern
  • Förderung von Diversität in Kunst und Kultur inkl. Berücksichtigung der Vielfalt der Gesellschaft bei der Besetzung von Beiräten und Jurys
  • Vorbereitung einer Novelle des Theaterarbeitsgesetzes gemeinsam mit dem Bundesministerium für Arbeit Einrichtung einer Vertrauensstelle für Kunst und Kultur
  • Erhebung des "Fair Pay Gap" (Unterschied zwischen Status Quo und den Honorarempfehlungen der IGs), Ergebnisse werden Anfang 2022 erwartet

Abschließend unterstrich Mayer die Komplexität der Umsetzung von "Fair Pay". Hier sei eine gute, offene Zusammenarbeit von Bund, Ländern, Interessenvertretungen und allen in Kunst und Kultur Tätigen nötig. Verbesserungen seien nicht von heute auf morgen umzusetzen. "Dieser Weg ist kein Sprint, sondern ein Marathon", so die Staatssekretärin. "Aber, dass wir hier gemeinsam stehen, bedeutet, dass wir es ernst meinen mit diesem Thema und dass wir hier an einem Strang ziehen."

Die Landeskulturreferent:innen verwiesen auf das wertschätzende und kooperative Arbeitsklima zwischen Bund und Ländern beim Fairness-Prozess. Dieses sei für die gemeinsame Erarbeitung von Maßnahmen für mehr Fairness in Kunst und Kultur wichtig. Parallel zum Fairness-Prozess des Bundes haben die Bundesländer eigene Maßnahmen umgesetzt, andere sind derzeit in Ausarbeitung.

Weitere Informationen
 

(30. September 2021)