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Digitalisierung Österreichischer Kinos - ein Erfolgsmodell

WKO: "Virtual Print Fee"-Modell der Österreichischen Verleih- und Kinowirtschaft ist erfolgreich ausgelaufen

Im März 2012 wurde in Österreich ein "Virtual Print Fee"-Beteiligungsmodell zur Umsetzung der Volldigitalisierung der Kinos in Kraft gesetzt. Angestrebt wurde die Volldigitalisierung von mindestens 85 % des Österreichischen Kinomarktes bei gleichzeitiger Realisierung einer Förderquote durch Bund und Land vor allem aber durch eine aktive kostenmäßige Beteiligung der Verleihwirtschaft.

Die dafür gegründete ARGE Film und Kino als Arbeitsgemeinschaft der Wirtschaftskammer Fachverbände Film- und Musikwirtschaft und des Fachverbands der Kino-, Kultur- und Vergnügungsbetriebe hat dafür unter der Leitung des Kulturministeriums und der inhaltlichen Betreuung durch Andrea Mayer ein Modell ausgearbeitet, das über eine "Virtual Print Fee" (VPF) die Finanzierung der Volldigitalisierung des Österreichischen Kinomarktes erreicht hat. Sowohl die Unternehmer des Verleihs, als auch jene der Österreichischen Lichtspieltheater waren höchst interessiert, die logistischen Vorteile der Digitalisierung schnellstmöglich umzusetzen.

Bereits ab Februar 2013 konnten auf diese Weise einige Kinos 100 % ihres VPF-mäßigen Refinanzierungsbetrages einspielen. Bis zum planmäßigen Auslaufen des Modells mit Ende 2019 wurde von insgesamt dreiviertel aller Kinos der volle Deckungsgrad ihrer Investitionen erreicht. De facto haben sich alle Verleihunternehmen dem freiwilligen VPF-Modell der ARGE Film und Kino angeschlossen und mit diesem Solidarbetrag gleichzeitig sichergestellt, dass die Österreichische Kinolandschaft in kurzer Zeit Investitionen in digitale Projektionstechnologie schaffen konnte.

Nun ist dieses Modell abgelaufen. Österreichische Kinos haben ein Gesamtvolumen von über 10 Millionen Euro eingemeldet und es konnte über den Refinanzierungsbetrag insgesamt rund 6 Millionen Euro zur Digitalisierung aus der Verleihwirtschaft heraus beigetragen werden. Mit diesen Mitteln ist es bis zum Ende des vorigen Jahres gelungen, 61 Kinos mit insgesamt 168 Kinosälen zu erfassen. De facto die gesamte österreichische "Kinolandschaft".

Hinweis

Hintergrundinformation

Das VPF-Beteiligungsmodell zur Volldigitalisierung der Kinos in Österreich wurde 2012 unter der ehemaligen Kulturministerin Claudia Schmied mit der damaligen Leiterin der Kunst- und Kultursektion und nunmehrigen Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer entwickelt. Es fungierte in ganz Europa als Vorbild für die Digitalisierung der Kinos.