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Digital-Call 2021 erfolgreich abgeschlossen: Bund und Länder fördern 85 innovative Projekte im digitalen Raum mit 2,5 Millionen Euro

Die Ausschreibungsphase für das Förderprogramm "Kunst und Kultur im digitalen Raum – Call 2021" ist mit Dezember erfolgreich abgeschlossen worden. Österreichweit wurden insgesamt 367 Projekte aus allen Kunst- und Kultursparten eingereicht. Die von den Jurys empfohlenen 85 Projekte werden nun im Ausmaß von insgesamt 2,5 Millionen Euro gefördert und umgesetzt. Das Förderprogramms "Kunst und Kultur im digitalen Raum – Call 2021" wurde vom Bundesministeriums für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport (BMKÖS)  gemeinsam mit den neun Bundesländern entwickelt.

Staatssekretärin für Kunst und Kultur Andrea Mayer:

"Mit dem Förderprogramm Call 2021 ermöglichen der Bund und die Bundesländer experimentelle digitale Kunstpraktiken sowie wichtige Impulse für die digitale Transformation im Kunst- und Kulturbetrieb. Ich freue mich, dass unsere Innovationsoffensive große Resonanz erzeugt hat und die eingereichten Projekte von großer Kreativität und Vielfalt zeugen. Ich bedanke mich bei den Bundesländern, dass wir diese Förderung verwirklichen konnten. Es ist uns mit diesem Call gelungen, ein funktionierendes und erfolgreiches Kooperationsmodell zu schaffen. Es dient als Blaupause für kommende gemeinsame Förderaktivitäten."

Für den „Call 2021“ stehen für die Projektlaufzeit 2021 und 2022 insgesamt 2,5 Millionen Euro zur Verfügung, wobei 50 Prozent von Bund übernommen werden. Der Call richtete sich an Einzelkünstler:innen sowie Kunst- und Kultureinrichtungen.

Ziel der Ausschreibung war es, Anstoß und Motivation zu geben für innovative digitale Vorhaben und neue Formate der künstlerischen Produktion, der Wissens- und Kulturvermittlung und der Kommunikation mit dem Publikum.

Bundesweit wurden insgesamt 367 Projektanträge eingereicht. 85 Projekte wurden von den neun Jurys (zusammengesetzt von Bund und Ländern) zur Förderung empfohlen.

Anzahl der geförderten Projekte pro Bundesland:

Burgenland: 5
Kärnten: 9
Niederösterreich: 10
Oberösterreich: 11
Salzburg: 4
Steiermark: 16
Tirol: 6
Vorarlberg: 7
Wien: 17

Projekte

  • Kristian Musser / "country"
    Das Projekt von Kristian Musser aus dem Burgenland entwickelt mit "country" eine Augmented Reality-APP, über die User:innen zeit- und ortsunabhängig eine konkrete Realität um digitale künstlerische Inhalte des Projekts "country" erweitern können. Es ist eine virtuelle künstlerische Auseinandersetzung mit dem "Land/einer spezifischen Landschaft" als Metapher für Gegenwartszustände die durch AR in den individuellen Raum bzw. die individuelle Verortung eingreift.

  • Bernd Liepold-Mosser / Theaterprojekt "Kollektiv ohne Zentrum"
    Das Kärntner Theaterprojekt KOLLEKTIV OHNE ZENTRUM von Bernd Liepold-Mosser thematisiert die Organisation und das Zusammenleben von Menschen mit Menschen und Maschinen am Beispiel des Phänomens "Schwarm". In der neuartigen interdisziplinären Inszenierung in Form einer hybriden Verbindung von Präsenz-Aufführungen mit einem Live-Stream im Web werden sechs Schauspieler:innen und 25 Drohnen gemeinsam in Europas größter Drohnenflughalle im Lakeside Technologiepark in Klagenfurt performen.

  • Jugend- und Kulturhaus TRIEBWERK / Medien-Project-Space
    Ein Projekt des Vereins Jugend und Kultur/Jugend- und Kulturhaus TRIEBWERK in Niederösterreich will Kulturvermittlungsarbeit um einen „Medien-Project-Space“ für Jugendliche erweitern, indem es ein betreutes Studio mit Arbeitsplätzen, wo Jugendliche nach Herzenslust fotografieren, filmen oder auch Podcasts produzieren und in all ihren digitalen Spielarten ausprobieren können, bereitstellt.

  • Verein Red Sapata / "Hybrid Space"
    Der oberösterreichische Verein Red Sapata plant in seinen Räumlichkeiten die Einrichtung eines "Hybrid Space", der die Live-Übertragung von Tanzprojekten möglich macht. Der "Hybrid Space" soll im Rahmen des CALL 2021 für vier Künstler:innen-Residencies genutzt werden. Das Projekt umfasst durch die geplanten Residencies sowohl einen direkten künstlerischen Zugang, als auch das spätere zur Verfügung stellen der Infrastruktur für weitere Vereine und - Institutionen. Der "Hybrid Space" wird auch weiteren Künstler:innen erlauben, Projekte an der Schnittstelle zum Digitalen umzusetzen und eine nachhaltige Wirkung haben.

  • "Gold Extra" /"Docuscope"
    "Gold Extra" aus Salzburg produziert mit "Docuscope" eine digitale Anwendung, die virtuelle Escape Rooms mit Dokumentarfilm verbindet. Dadurch entsteht ein innovatives Format, das in der künstlerischen Produktion den Gestaltungsspielraum erhöht und die Handlungsfreiheit der Rezipientinnen und Rezipienten steigert.

  • verschiedene Orte in der Steiermark / "Klangnetze"
    Das Steirische Projekt "Klangnetze" ist eine kollaborativ entwickelte, ortsspezifische Klanginstallation, die verschiedene Orte in der Steiermark klanglich miteinander verbindet. An fünf Orten werden im öffentlichen Raum mobile Klangelemente installiert, die miteinander und mit ihrer akustischen Umwelt interagieren.

  • Kulturverein Soliarts / "24 h. wir bleiben wach. 15 Monate. wir bleiben bereit"
    Der Tiroler Kulturverein Soliarts entwickelt mit "24 h. wir bleiben wach. 15 Monate. wir bleiben bereit" eine live 24-Stunden-Performance mit einem künstlerischen Programm, welches die Situation von 24-Stunden-Pflegekräften thematisiert. Der Einsatz von digitalen Medien ermöglicht einen Live-Stream sowie die aktive Beteiligung des Online-Publikums auf Social-Media-Kanälen.

  • Vorarlberger Kulturhäuser / "Digital In & Out"
    In Richtung digitale Transformation geht das Projekt "Digital In & Out" der Vorarlberger Kulturhäuser. Innovative digitale Anwendungen und immersive Extended Reality Technologien für die Besucher:innen des Hauses verknüpfen die Sammlung mit der Geschichte und den Räumen der Stadt Bregenz.

  • "Salon Situation – Verein zur Förderung von Kunstsituationen im Alltag/Alltagssituationen in der Kunst“ / "Machine Dreams of Donaustadt"
    Das Wiener Projekt "Machine Dreams of Donaustadt" vom „Salon Situation – Verein zur Förderung von Kunstsituationen im Alltag/Alltagssituationen in der Kunst“ entwickelt einen eigenen Alogrithmus und neurales Network erprobt dieses im Rahmen eines Vermittlungsprojekts mit Jugendlichen der Inklusionsschule SES22. Dazu soll es Workshops zur Wahrnehmung von KI und Alogrithmen geben. Die daraus entstandenen Bilder, Videos, Texte werden von den Schüler:innen auf der Bühne im Werk X dann perfomativ interpretiert.

(29.12.2021)