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Bundesdenkmalamt: Denkmalschutz = Klimaschutz

Gruppenbild Mauerbach, Foto: Bundesdenkmalamt, Bettina Neubauer-Pregl
Fotoalbum: Tagung "Denkmalschutz = Klimaschutz" (Flickr) Foto: Bundesdenkmalamt, Bettina Neubauer-Pregl

Bundesdenkmalamt veranstaltete zum Schwerpunktthema "Denkmalschutz = Klimaschutz" ein Fachgespräch in der Kartause Mauerbach mit Vizekanzler Werner Kogler

Bei Denkmalschutz und Denkmalpflege ging es schon immer um Nachhaltigkeit: Die dauerhafte Nutzung von bedeutenden Bestandsbauten, ihre Erhaltung und Pflege mit oft traditionellen, natürlichen und damit nachhaltigen Baumaterialien ist ein wesentliches Ziel des Bundesdenkmalamtes.

Vizekanzler Werner Kogler betonte in seiner Eröffnungsrede: "Im Kern geht es in der Denkmalpflege darum, unser historisches, unser kulturelles Erbe für nachfolgende Generationen zu bewahren und erhalten. Dabei braucht es achtsamen Umgang mit knappen Ressourcen, Respekt vor den Werken und den Werten anderer Menschen und ein Bewusstsein für die Verantwortung, die wir für alle haben, die selbst nicht mitreden können. Das ist der Punkt, an dem sich Denkmalschutz und Klimaschutz auf das Wunderbarste berühren."
"Denkmalschutz und Klimaschutz haben eine Gemeinsamkeit, nämlich die Achtung vor nicht erneuerbaren Ressourcen. Die über Generationen gehenden Lebenszyklen von Baudenkmale und ihre Reparaturfähigkeit entsprechen in besonderem Maße den aktuellen Nachhaltigkeitskriterien", so Christoph Bazil, Präsident des Bundesdenkmalamtes.

Das Bundesdenkmalamt hat im Herbst 2021 die Standards "Energieeffizienz am Baudenkmal" als Ergebnis einer Zusammenarbeit mit zahlreichen Fachleuten herausgebracht, die eine einschlägige Richtlinie aus dem Jahr 2011 ersetzen. Daran anknüpfend findet ein Fachgespräch mit Vertreter:innen aus verschiedenen Bereichen wie etwa Umwelttechnologie, Bautechnik oder der Denkmalpflege statt. Ziel ist es, Möglichkeiten und Instrumente zu entwickeln, um geschützte Bauten nachhaltig zu optimieren und für die Zukunft klimafit zu machen.

Geschützte Bestandsgebäude weisen, so zeigt sich, im Verlauf ihres Lebenszyklus‘ eine positive Gesamtenergiebilanz auf. Von der Gewinnung der regionalen Baumaterialien über die eigentliche Errichtung des Gebäudes bis hin zur Erneuerung ihrer Baustoffe im Rahmen einer Sanierung ("graue Energie").

Tagung Denkmalschutz = Klimaschutz

Die Tagung fand am 12. Mai 2022 in Kooperation zwischen Bundesdenkmalamt und Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie statt.

Denkmalpflege impliziert Nachhaltigkeit – die dauerhafte Nutzung und Pflege von bedeutenden Bestandsbauten ist ein Ziel der Denkmalpflege. Je länger ein Gebäude verwendet wird, desto besser ist der Energieaufwand seiner Errichtung genutzt. Die immer wieder wechselnden Nutzungen beweisen die hohe Flexibilität vieler historischer Gebäude. Die Erhaltung dieser Bauten mit traditionellen, oft regionalen und natürlichen Baustoffen und überlieferten Handwerkstechniken schreiben ihre Reparaturfähigkeit fort und tragen zur Nachhaltigkeit bei. Zur Erreichung der Klimaziele werden derzeit ambitionierte Programme gestartet und Anforderungen definiert, die auch das baukulturelle Erbe Österreichs betreffen. Die Tagung will zeigen, welche Möglichkeiten und Instrumente bereits bestehen, geschützte Bauten nachhaltig zu optimieren, und welche es in Zukunft brauchen wird.

Fachgespräch Denkmalschutz ist Klimaschutz
  zum Livestream auf Youtube Foto: bda