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"Lockdown-Bonus" für freischaffende Künstlerinnen und Künstler wird ausgeweitet Kunst- und Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer hat vor dem Hintergrund der Verlängerung des Lockdowns im Kunst- und Kulturbereich eine Erhöhung des "Lockdown-Bonus" angekündigt.

Die Lockdownkompensation, die freischaffende Künstlerinnen und Künstler seit November als Einmalzahlung über die Sozialversicherung der Selbständigen beziehen können, wird von 1.300 auf 2.000 Euro angehoben.

"Der Lockdown-Bonus ist als unbürokratisches Parallel-Instrument zum Umsatzersatz für geschlossene Betriebe, Vereine und Veranstalter konzipiert worden und wird daher auch konsequent parallel dazu ausgeweitet. Vielen Künstlerinnen und Künstlern fehlt derzeit jede Auftritts- und damit Erwerbsmöglichkeit. Diese Unterstützung soll helfen, diese wirtschaftlichen Schäden abzufedern," so Staatssekretärin Mayer am 3. Dezember.

Bis Ende November haben rund 3.300 Menschen die Lockdownkompensation in Anspruch genommen. Das bedeutet eine Auszahlungssumme von rund 4,3 Millionen Euro. Die Lockdownkompensation wird als Einmalzahlung zusätzlich zur bereits etablierten Überbrückungsfinanzierung für freischaffende Künstlerinnen und Künstler, die derzeit Zahlungen von 10.000 Euro pro Kopf vorsieht, ausgezahlt. Auch Künstlerinnen und Künstler, die Hilfsgelder aus dem Härtefallfonds der Wirtschaftskammer beziehen, haben Anspruch auf die Lockdownkompensation, wenn sie SVS-versichert und vom Lockdown betroffen sind.

Wer die Lockdownkompensation bereits beantragt hat, bekommt die Erhöhung von 700 Euro automatisch überwiesen. Neue Anträge belaufen sich sofort auf die erhöhte Summe von 2.000 Euro. Die Erhöhung wird voraussichtlich mit Anfang nächster Woche wirksam. Mayer bedankte sich am Donnerstag auch erneut bei der SVS für die Abwicklung der Hilfsmaßnahmen.

"Mir ist bewusst, welche Mammutaufgabe die Abwicklung einer derartigen Unterstützungsmaßnahme bedeutet – gerade wenn quasi im Monatstakt Änderungen notwendig werden", so die Staatssekretärin. "Ich danke daher dem Team der SVS für die professionelle Abwicklung, die unseren Künstlerinnen und Künstlern einen einfachen Zugang zu diesen Mitteln sowie schnelle Auszahlungen möglich macht."

"Die SVS stellt für die Abwicklung der Zahlungen ihre Infrastruktur und ihre Expertise zur Verfügung, damit den betroffenen Künstlerinnen und Künstlern rasch und unkompliziert geholfen werden kann. Die Durchlaufzeit von Antragstellung bis zum Einlangen der Gelder auf dem Konto beträgt seit Start des Überbrückungsfonds im Juli konstant vier Tage", erläutert SVS-Obmann Peter Lehner. Insgesamt wurden aus dem derzeit mit 90 Millionen Euro dotierten Topf für die Überbrückungsfinanzierung bereits über 52 Millionen Euro ausgezahlt. Die Erhöhung des Fonds von 90 auf 110 Millionen Euro sowie die Grundlage für eine Fortführung der Zahlungen im Jahr 2021 wird voraussichtlich nächste Woche im Nationalrat beschlossen.

Informationen und Antragstellung

Anträge auf aktuelle Beihilfen für Künstlerinnen und Künstler können über folgende Online-Formulare gestellt werden:

Hotline der SVS: 050 808 808

(3. Dezember 2020)