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3. April 2020: Lunacek gratuliert Architekten Laurids und Manfred Ortner zum "Großen Österreichischen Staatspreis"

Laurids Ortner und Manfred Ortner

Laurids Ortner und Manfred Ortner, Bauprojekt: Libelle im Museumsquartier.
Fotomontage/Fotos: Hertha Hurnaus/ Schnepp Renou und DroneProject Robert Smely

Großer Österreichischer Staatspreis  für Laurids und Manfred Ortner

Staatssekretärin für Kunst und Kulur Ulricke Lunacek gratuliert Laurids und Manfred Ortner zum Großen Österreichischen Staatspreis. Auf Vorschlag des Österreichischen Kunstsenats wird den Architekten die höchste Auszeichnung der Republik Österreich für das künstlerisch herausragende Lebenswerk verliehen. Der Preis ist mit EURO 30.000 dotiert.

 "Es gehört zu den besonderen Leistungen von Laurids und Manfred Ortner, dass sie es meisterhaft verstanden haben, architektonische Utopien synkretisch mit dem baulichen Erbe zu verbinden. Und dabei wurde weder die Vergangenheit zu einer bloßen Fassade der Moderne noch die Moderne zur Fortschreibung von Traditionen. Sie erfanden eine architektonische Sprache des radikalen Antiradikalismus. Ich gratuliere ihnen zu dieser hohen Auszeichnung sehr herzlich", so Staatssekretärin Ulrike Lunacek.

Der aus 21 Mitgliedern bestehende Kunstsenat nominiert jährlich eine Künstlerpersönlichkeit aus den Bereichen Architektur, Bildende Kunst, Literatur oder Musik ohne festgelegtes Rotationsprinzip für den Staatspreis. In der Sparte Architektur war dieser Preis zuletzt 2015 Elke Delugan-Meissl und Roman Delugan zuerkannt worden.
 
"Architektur ohne Anbiederung"

In seiner Begründung führt der Kunstsenat an: "Ortner & Ortner Baukunst steht für eine Architektur, die – ohne Anbiederung – mit der Stadt, mit der historischen Substanz kommuniziert und auf ideologische Einschreibungen und Umbruchsituationen reagiert. Ortner & Ortner vollziehen das mit zeichenhaften Bauten, großen kompakten Monolithen. Die Fassaden aus z. B. Ziegel, Backstein oder Basalt und deren differenzierte Texturen sind ebenso immer neu gewählte Antworten auf den jeweiligen Ort."

MuseumsQuartier in Wien

1990 gewannen Laurids und Manfred Ortner den Architekturwettbewerb für eines der weltweit größten Kunst- und Kulturzentren, das MuseumsQuartier in Wien, und erhielten in der Folge den Auftrag zum Bau des Quartiers mit den drei Kunstbauten: mumok – Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien, Leopold Museum und Kunsthalle Wien. Obwohl die ursprünglichen Pläne teilweise geändert bzw. gar nicht realisiert werden konnten (Leseturm), eröffnete 2001 das MuseumsQuartier und brachte den Architekten internationale Anerkennung.

Das Aufgabenfeld von Ortner & Ortner hat sich ständig erweitert. Das Büro hat Standorte in Wien, Köln und Berlin. Bedeutende Kulturbauten sind u.a.  die Sächsische Landes-, Staats- und Universitätsbibliothek Dresden, das Schiffbau – Theater und Kulturzentrum Zürich, die Galerie unter Strom, Potsdam. 2014 wurde im Duisburger Hafen Deutschlands größtes Archivgebäude, das Landesarchiv Nordrhein-Westfalen, eröffnet. Unter den zahlreichen Büro- und Wohnbauten sind u.a. ARD Hauptstadtstudio, City Tower Wien, Pariser Platz Berlin sowie Einkaufszentren u.a. Alexa Berlin, Lilien-Carré Wiesbaden, Forum Duisburg, Boulevard Berlin.

"Libelle" am Dach des Leopold Museums

Über den Dächern Wiens entsteht ein neuer Raum für Kunst- und Kulturprojekte. Voraussichtlich wird die „Libelle“ am Dach des Leopold Museums im MuseumsQuartier Wien noch heuer eröffnet. Dieser Pavillon wurde von Ortner & Ortner in Zusammenarbeit mit den Künstlerinnen Brigitte Kowanz und Eva Schlegel entwickelt.

Zum Thema:
Großer Österreichischer Staatspreis