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Lunacek: Hilfe für Kunst- und Kulturschaffende - EU-Länder wollen noch enger zusammenarbeiten

Die EU-Kultur-Ministerinnen und -Minister sprechen sich für eine noch engere Zusammenarbeit aus und befürworten gemeinsame Maßnahmen auf EU-Ebene, um den Kultur- und Kreativsektor noch stärker zu unterstützen. Das war das Ergebnis einer vierstündigen Videokonferenz am 8. April, teilte Kulturstaatssekretärin Ulrike Lunacek mit.

26 Kultur-Ministerinnen und -Minister berieten über mögliche Folgen der Corona-Krise für den Kultur- und Kreativsektor und über Lösungen und Unterstützungen auf EU- und Mitgliedstaaten-Ebene. Sowohl Kommissionsvizepräsidentin Vera Jourova wie auch Kulturkommissarin Mariya Gabriel und Digitalkommissar Thierry Breton nahmen an der Konferenz teil.

Größtmögliche zeitliche und budgetäre Flexibilität bei Förderungen

"Schon bisher waren die Arbeits- und Lebensverhältnisse vieler Menschen, die im Kulturbereich tätig sind, prekär – und jetzt ist dieser Sektor ganz massiv betroffen. Ich habe daher an die Europäische Kommission appelliert, im Rahmen des EU-Förderprogramms “Creative Europe“ größtmögliche zeitliche und budgetäre Flexibilität zugunsten der Fördernehmerinnen und -nehmer zu zeigen und keine Kürzungen vorzunehmen – etwa wenn Eigenmittel auf nationaler Ebene wegfallen, dann sollte die Kommission bei ihrem ursprünglichen Prozentsatz bleiben“, erklärte Lunacek.

Gemeinsame Maßnahmen auf EU-Ebene sind im Rahmen der mit 37 Milliarden Euro dotierten "Corona-Virus Investment Initiative" vorgesehen, aber auch im Rahmen des Programmes von "Creative Europe".

Nicht eingesetzte Budgetmittel umwidmen

Staatssekretärin für Kunst und Kultur Ulrike Lunacek regte an, auch nicht eingesetzte Budgetmittel der EU umzuwidmen, wie etwa das Mobilitätsprojekt für Artists in Residence.

Die EU-Kultur-Ministerinnen und -Minister waren sich einig, dass es schon jetzt nötig ist, an die Zeit nach Corona zu denken, dass Kunst und Kultur auch danach abgesichert und gestärkt werden müssen.

 Die nächste formelle EU-Kultur-Ratssitzung ist für den 19. Mai 2020 geplant.